Börsengang: Facebook will zehn Milliarden einnehmen

Börsengang: Facebook will zehn Milliarden einnehmen

, aktualisiert 29. November 2011, 16:35 Uhr
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Der Weg von Facebook führt wohl an die Börse.

Quelle:Handelsblatt Online

Facebook will sich wohl 2012 an die Börse wagen. Dabei will Facebook nach einem Medienbericht rund zehn Milliarden Dollar einnehmen. Der Wert des Unternehmens wird momentan mit rund 100 Milliarden Dollar beziffert.

San FranciscoFacebook hält sich offenbar für wertvoller denn je. Der weltgrößte Internet-Treffpunkt will 2012 endlich den seit langem mit Spannung erwarteten Sprung an die Börse wagen - und setzt einem Zeitungsbericht zufolge dabei auf eine Firmenbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar. Allein der Verkauf eines kleinen Firmenanteils soll Facebook den Planungen zufolge zehn Milliarden Dollar in die Kasse spülen, hieß es am Dienstag in einem Bericht des „Wall Street Journal“. Die jüngste Flaute bei Internet-Börsengängen - etwa Groupon - hat am Selbstbewusstsein des Internet-Phänomens offenbar keine Kratzer hinterlassen.

Bereits im Juni hatte es in einem Medienbericht geheißen, Facebook strebe bei dem Börsengang eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar an. Kurz darauf jedoch schätzten Investoren das Unternehmen wiederholt nur noch auf rund 70 Milliarden Dollar. Das wäre aber immer noch ein rasanter Anstieg: Im Januar bescheinigte Goldman Sachs Facebook einen Wert von 50 Milliarden, im Juni 2010 wurde das Internet-Phänomen auf 23 Milliarden Dollar taxiert.

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Viele Anleger fragen sich angesichts dieser gigantischen Summen bereits, warum nur etwa zehn Jahre nach dem jähen Ende des Höhenfluges an der US-Computerbörse Nasdaq und dem Frankfurter Neuen Markt Firmen ohne nennenswerte Gewinne plötzlich wieder Milliarden wert sein sollen - sie haben deshalb wiederholt vor einer neuen Internet-Blase gewarnt. Skeptiker verweisen auch gerne auf den Hype, den die Seite MySpace vor einigen Jahren hervorrief - nur um kurz darauf von Facebook überrannt zu werden.

Zudem haben Facebook zuletzt auch immer wieder negative Schlagzeilen zu schaffen gemacht - Kritiker monieren etwa einen mangelnden Datenschutz. Facebook musste sich soeben erst dafür entschuldigen, die Facebook-Seite des Darmstädter Pharmakonzerns Merck auf dessen amerikanischen Namensvetter Merck & Co übertragen zu haben.


Startschuss lönnte jederzeit fallen

Facebook mit seinem Chef Mark Zuckerberg gilt seit Monaten als Börsenkandidat und hatte den Schritt selbst erst im Mai als unausweichlich bezeichnet. Über Details gibt es bislang aber nur Spekulationen - etwa die Frage, wie viel seiner Anteile die Firma zunächst an die Börse bringen könnte und zu welchem Preis. Eine mit der Situation vertraute Person bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass sich der Internet-Konzern derzeit auf den Börsengang vorbereitet.

Facebook-Finanzchef David Ebersman habe die Pläne bereits mit Bankern besprochen, hieß es in dem Zeitungsbericht weiter. Firmengründer Mark Zuckerberg habe sich jedoch noch nicht für Details entschieden und könne seine Pläne auch noch ändern. Facebook habe firmenintern bereits einen IPO-Prospekt zusammengestellt und könne den Börsengang theoretisch jederzeit anschieben. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Ein IPO (Initial Public Offering) von Facebook wäre allein wegen des Volumens der Höhepunkt der jüngsten Serie von Internet-Börsengängen. Die Bilanz dieser IPOs fällt bislang ernüchternd aus: Die mit viel Tamtam an der Börse gestarteten Aktien des Schnäppchenportals Groupon kosten mittlerweile deutlich weniger als bei der Ausgabe. Auch bei dem Netzwerk LinkedIn und dem Musikdienst Pandora sind die Aktien deutlich billiger als zu Beginn des Börsenhandels.

Facebook hat nach eigenen Angaben 800 Millionen Mitglieder und macht etablierten Konzernen wie Google oder Yahoo Werbeeinnahmen strittig. Im ersten Halbjahr verdoppelte der Konzern seinen Umsatz auf immerhin 1,6 Milliarden Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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