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Börsengang: Manchester United senkt Ausgabepreis

Der größte Börsengang eines Sportvereins fällt kleiner aus als gedacht: Manchester United gibt seine Aktien an der New Yorker Börse heute für einen geringeren Preis ab als ursprünglich angepeilt.

Manchester United ist in der Premier League, was der FC Bayern München in der Bundesliga ist. Schon 1991 hatte ManU Aktien des Vereins erfolgreich an die Börse gebracht (Im Vordergrund ManU-Stürmerstar Wayne Rooney) - und die waren eine Erfolgsstory. Der Aktienkurs stieg in den Folgejahren um ein Vielfaches. Heute plagen den Verein allerdings Schulden in Höhe von 423 Millionen Pfund

Bild: dapd

Der Countdown für den lange angekündigten Börsengang des Fußballklubs Manchester United läuft: Am Freitag beginnt an der New Yorker Börse der Handel mit Aktien des englischen Rekordmeisters. Manchester United nimmt bei seinem Börsengang deutlich weniger Geld ein als erwartet. Die Aktien werden an der New York Stock Exchange lediglich zu einem Preis von 14 Dollar anstatt der angepeilten 16 bis 20 Dollar ausgegeben, wie der englische Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mitteilte.

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Damit erlöst der 134 Jahre alte Traditionsclub, der den größten Börsengang eines Sportvereins auch zum Abbau seiner Schuldenlast nutzen will, mit 233,2 Millionen Dollar rund 100 Millionen weniger als erhofft. Zugleich wird ManU mit 2,3 Milliarden Dollar auch eine Milliarde niedriger bewertet, als es die US-Eigentümer-Familie Glazer angestrebt hatte.

Voraussichtlich werden 16,7 Millionen Wertpapiere des Premier-League-Klubs angeboten. Analysten warnen allerdings vor allzu hohen Erwartungen und halten den Klub für wirtschaftlich überbewertet. Für einen Erfolg des Börsengangs müsse Manchester United eher auf zahlungswillige Sportfans als auf kühl kalkulierende Finanzexperten als Anleger hoffen, sagte Sam Hamadeh von der Analysefirma PrivCo.

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Die Milliardärs-Familie hat dem einst schuldenfreien Club mit der Übernahme im Jahr 2005 hohe Verbindlichkeiten aufgebürdet. Der Schuldenberg belief sich zuletzt auf 437 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 680 Millionen Dollar.

Zahlreiche ManU-Fans werfen den Glazers, die in ihrer Heimat auch das Football-Team Tampa Bay Buccaneers unter ihren Fittichen haben, deswegen vor, zum eigenen Vorteil die Finanzkraft des Clubs geschwächt zu haben. Investitionen in neue Spieler zur Stärkung der Mannschaft, seien deswegen kaum möglich gewesen. Dieser Unmut dürfte auch gegen einen Börsengang in London gesprochen haben.

Der 19-malige englische Meister hatte in der vergangenen Saison den Titel an den Lokalrivalen Manchester City verloren und war in der Champions League früh ausgeschieden.

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