Bild: dapdManchester United ist in der Premier League, was der FC Bayern München in der Bundesliga ist. Schon 1991 hatte ManU Aktien des Vereins erfolgreich an die Börse gebracht (Im Vordergrund ManU-Stürmerstar Wayne Rooney) - und die waren eine Erfolgsstory. Der Aktienkurs stieg in den Folgejahren um ein Vielfaches. Heute plagen den Verein allerdings Schulden in Höhe von 423 Millionen Pfund
Bild: dpa/picture-allianceManU gehört dem Milliardär Malcolm Glazer. Er kaufte 2005 den britischen Rekordfußballmeister und nahm die Aktie von der Börse. Um die Schuldenlast zu lindern, soll die Aktie nun an die Börse zurückkehren - allerdings an der Wall Street in New York. Glazer wird dank der Mehrfachstimmrechte seiner Anteile dennoch das Sagen haben. Der Club will an der New Yorker Börse 100 Millionen Dollar von Investoren einsammeln
Bild: dapdFußballklubs brauchen für den wirtschaftlichen auch den sportlichen Erfolg. Eine Champions-League-Teilnahme beschert den Vereinen hohe Einnahmen aus den Übertragungsrechten, Sponsoren zahlen mehr, die Werbeeinnahmen steigen. Aber die schwankenden Einnahmen stehen oftmals konstant hohen Ausgaben gegenüber - vor allem für teure Spieler und große Stadien. Vereine versuchen daher immer öfter, Kapital an der Börse einzusammeln. Für Anleger ist das mitunter riskant
Bild: REUTERSBorussia Dortmund wagte als erster Bundesligist den Sprung an die Börse. Aber mit dem Börsengang am 31. Oktober 2000 begann auch ein Leidensweg. Die Aktie fiel schon am ersten Handelstag und die sportlichen Erfolge wurden trotz der Einnahmen aus dem Börsengang immer spärlicher. Auf große Erfolge mussten die Dortmund-Fans lange warten. Im Bild die Dortmund-Spieler Sebastian Kehl und Mats Hummels nach dem Sieg im DFB-Pokalfinales 2012 gegen Bayern München.
Bild: dpaIn Dortmund wurde geklotzt: Mit dem Signal Iduna Stadion entstand im Revier das größte Fußballstadion Deutschlands. Es fasst 81.000 Besucher. In der Finanznot wurde es verkauft, zurückgemietet und schließlich wieder zurückgekauft - jedesmal, um Geld zu sparen
Bild: REUTERSNachdem das Geld aus Börsengang verbraucht war, häufte Borussia Dortmund bis 2004 in der Spitze 180 Millionen Euro Schulden an. Trikotsponsor Evonik stieg 2006 dennoch ein, hat gerade den Vertrag verlängert. Der neue Trikot-Ausstatter Puma (Vertrag bis 2016) zahlt zudem fast dreimal soviel wie der Vorgängersponsor Kappa
Bild: dpaAuch der bei Dortmundfans verhasste Rivale Schalke 04 aus dem nahen Gelsenkirchen gönnte sich ein großes, teures Stadion. Die hohen Schulden des Vereins sollten neu strukturiert werden, um die Kreditkosten zu senken. Die Vereinsführung entschloss sich, 100 Millionen Euro von Anlegern einzusammeln. Allerdings nicht mittels Börsengang und der Ausgabe neuer Aktien. (Im Bild die Schalke-Spieler Jefferson Farfán und Klaas-Jan Huntelaar)
Bild: dpaStattdessen bot Schalke 04 eine Anleihe an - und setzte dabei offenbar auf die zahlreichen treuen Fans. Doch schon am ersten Handelstag der neuen Anleihen fielen die Papiere um fünf Prozent. 50 Millionen Euro sollten durch die Anleihe in die Schalke-Kasse gespült werden. Aber aufgrund der zu geringen Nachfrage kamen nur 35 Millionen Euro zusammen. Beim Geld hört ja bekanntlich die Freundschaft auf
Manchester United ist in der Premier League, was der FC Bayern München in der Bundesliga ist. Schon 1991 hatte ManU Aktien des Vereins erfolgreich an die Börse gebracht (Im Vordergrund ManU-Stürmerstar Wayne Rooney) - und die waren eine Erfolgsstory. Der Aktienkurs stieg in den Folgejahren um ein Vielfaches. Heute plagen den Verein allerdings Schulden in Höhe von 423 Millionen Pfund
Der Countdown für den lange angekündigten Börsengang des Fußballklubs Manchester United läuft: Am Freitag beginnt an der New Yorker Börse der Handel mit Aktien des englischen Rekordmeisters. Manchester United nimmt bei seinem Börsengang deutlich weniger Geld ein als erwartet. Die Aktien werden an der New York Stock Exchange lediglich zu einem Preis von 14 Dollar anstatt der angepeilten 16 bis 20 Dollar ausgegeben, wie der englische Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mitteilte.
Damit erlöst der 134 Jahre alte Traditionsclub, der den größten Börsengang eines Sportvereins auch zum Abbau seiner Schuldenlast nutzen will, mit 233,2 Millionen Dollar rund 100 Millionen weniger als erhofft. Zugleich wird ManU mit 2,3 Milliarden Dollar auch eine Milliarde niedriger bewertet, als es die US-Eigentümer-Familie Glazer angestrebt hatte.
Voraussichtlich werden 16,7 Millionen Wertpapiere des Premier-League-Klubs angeboten. Analysten warnen allerdings vor allzu hohen Erwartungen und halten den Klub für wirtschaftlich überbewertet. Für einen Erfolg des Börsengangs müsse Manchester United eher auf zahlungswillige Sportfans als auf kühl kalkulierende Finanzexperten als Anleger hoffen, sagte Sam Hamadeh von der Analysefirma PrivCo.
Die Milliardärs-Familie hat dem einst schuldenfreien Club mit der Übernahme im Jahr 2005 hohe Verbindlichkeiten aufgebürdet. Der Schuldenberg belief sich zuletzt auf 437 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 680 Millionen Dollar.
Zahlreiche ManU-Fans werfen den Glazers, die in ihrer Heimat auch das Football-Team Tampa Bay Buccaneers unter ihren Fittichen haben, deswegen vor, zum eigenen Vorteil die Finanzkraft des Clubs geschwächt zu haben. Investitionen in neue Spieler zur Stärkung der Mannschaft, seien deswegen kaum möglich gewesen. Dieser Unmut dürfte auch gegen einen Börsengang in London gesprochen haben.
Der 19-malige englische Meister hatte in der vergangenen Saison den Titel an den Lokalrivalen Manchester City verloren und war in der Champions League früh ausgeschieden.























