Börsengang: Money Bank will eine Milliarde Dollar einsammeln

Börsengang: Money Bank will eine Milliarde Dollar einsammeln

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Das Logo der GE Money Bank.

In der Schweiz steht einer der größten Börsengänge der letzten Jahre an. Der US-Mischkonzern GE will seine Banktochter GE Money Bank an die Börse bringen. Ein Lockangebot für Aktionäre gibt es bereits.

Die letzten Börsengänge in Deutschland waren nur mittelmäßig erfolgreich. Unter anderem musste der Kölner Verlag Bastei Lübbe vor Ende der Zeichnungsfrist seine Preisspanne nach unten korrigieren. In der Schweiz dagegen steht jetzt einer der größten Börsengänge seit Jahren bevor. Der US-Mischkonzern General Electric will beim IPO seiner Schweizer Banktochter GE Money Bank umgerechnet bis zu 850 Millionen Euro einnehmen.

Inklusive Mehrzuteilungsoption sollen bis zu 20,4 Millionen Aktien zu einem Preis von 43 bis 51 Franken, also von knapp 35 bis 41 Euro, angeboten werden. Dies teilte die Schweizer Konsumkreditbank am Mittwoch mit. Der GE-Konzern, der sich stärker auf sein angestammtes Industriegeschäft konzentrieren will, trennt sich von bis zu 68,3 Prozent der Anteile.

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Gelingt der Börsengang, wäre es der erste in der Schweiz seit einem Jahr. In der vergangene Woche war der IPO der Immobiliengesellschaft Ledermann geplatzt, die auf einen Erlös von umgerechnet über 105 Millionen Euro gehofft hatte. Doch den Investoren waren die Papiere zu teuer. Die GE-Tochter, die künftig Cembra Money Bank heißen soll, ließ sich nicht abschrecken. Am 30. Oktober sollen die Aktien mit dem Ticker-Symbol "CMBN" erstmals gehandelt werden.
Um Anleger zu locken, verspricht die Bank den Aktionären eine hohe Dividende. Sie will künftig 60 bis 70 Prozent der Gewinne ausschütten. Das Konsumkreditgeschäft gilt als stabil. Im vergangenen Jahr belief sich die Kreditausfallquote bei der Bank auf 0,5 Prozent. Nachteilig für eine Bank wie GEMB könnte sich ein Zinsanstieg auswirken. Die Zinsen für Konsumkredite sind in der Schweiz gesetzlich auf höchstens 15 Prozent beschränkt. Steigt das Zinsniveau kommen die Kreditmargen unter Druck.

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Der Börsengang folgt auf einen erfolglosen Verkaufsversuch. Ende 2012 soll es Insidern zufolge mindestens zwei Interessenten für die GE-Tochter gegeben haben. Der US-Mischkonzern will seine Abhängigkeit vom Finanzgeschäft verringern, den Anteil des Industriebereichs am Geschäft will der Siemens -Rivale auf 70 von 55 Prozent im Jahr 2012 steigern. Zu Beginn der Finanzkrise hatte GE bereits das Konsumkreditgeschäft in Deutschland und Österreich an die spanische Bank Santander verkauft.

Der Börsengang wird von Credit Suisse als Konsortialführerin und der Bank Vontobel als Lead Manager organisiert. Co-Bookrunner sind die BofA Merrill Lynch die und Deutsche Bank.

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