Börsenkurse: Wann stürzt der Dax ab?

Börsenkurse: Wann stürzt der Dax ab?

Trotz Ukraine-Krise nimmt der Dax erneut Anlauf zum Allzeithoch. Vor allem die Aussicht auf eine neue Geldspritze von der EZB lässt Anleger frohlocken. Doch je höher die Kurse, desto gefährlicher die Schwankungen.

Im Januar erreichte der Deutsche Aktienindex (Dax) mit 9.794 Punkten ein neues Allzeithoch. Seitdem schwankt das Börsenbarometer zum Teil stark zwischen 9.000 und 9.750 Punkten. Auch wenn der Dax nach guten Vorgaben aus Asien und den USA heute erneut den alten Rekord testet: Der Aktienmarkt stößt derzeit an seine Grenzen. Die Risiken für Anleger steigen.

Die US-Indizes Dow Jones und S&P 500 haben hingegen ihre alten Bestmarken bereits am Montag eingestellt – ungeachtet der Ukraine-Krise. Der Börsentag in Frankfurt hatte somit schon rekordverdächtig begonnen. Nach dem zuletzt eher schleppenden Handel kletterte der deutsche Leitindex zum Handelsbeginn am Dienstag um 0,8 Prozent auf 9.783.

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Nach Einschätzung von Jens Klatt vom Brokerhaus FXCM treibt vor allem die Hoffnung auf neue Liquiditätsspritzen durch die Europäische Zentralbank (EZB) die Kurse im Dax. EZB-Chef Mario Draghi hatte die Türen für eine weitere Lockerung der Geldpolitik auf der vergangenen Ratssitzung weit geöffnet. Viele Analysten gehen nun davon aus, dass die Notenbank im Juni aktiv wird. Diese Aussicht sorgt an der Börse für gute Stimmung.

Ukraine belastet, EZB stimmt froh

Für Unterstützung sorgte zudem, dass die Situation in der Ukraine nach den Referenden zur Unabhängigkeit der Regionen Donezk und Luhansk zunächst nicht weiter eskalierte. Allerdings bleibe die angespannte Situation ein Risikofaktor, der die Gewinne im Dax schnell wieder eindämmen könnte, sagte ein Händler.

Größter Gewinner im Dax waren die Aktien von ThyssenKrupp, die um bis zu 6,3 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 22,62 Euro kletterten. Die Anleger honorierten die Rückkehr des Stahlkonzerns in die Gewinnzone. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 schrieb das Unternehmen erstmals seit zwei Jahren unter dem Strich schwarze Zahlen.

Einen schlechten Tag erwischten dagegen die Aktien von E.ON. Der von der Energiewende gebeutelte Konzern kämpft weiter mit einem Gewinnrückgang. Der nachhaltige Konzernüberschuss, der für die Dividende entscheidend ist, fiel im ersten Quartal um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die Aktien gaben zeitweise 1,1 Prozent nach und waren damit schwächster Dax-Wert. Das Branchenumfeld bleibe schwierig, schrieb Equinet-Analyst Michael Schaefer in einem Kommentar. Die Aktien des Konkurrenten RWE notierten 0,3 Prozent schwächer - der Versorger legt am morgigen Mittwoch seine Zahlen vor.

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