BRIC-Aktien: Investoren ziehen sich aus BRIC-Aktien zurück

BRIC-Aktien: Investoren ziehen sich aus BRIC-Aktien zurück

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Immer mehr Investoren ziehen sich aus den Aktienmärkten der BRIC-Staaten zurück - Für das Jahr 2013 ist nun Indien neuer Hoffnungsträger

Die Aktienmärkte der BRIC-Staaten haben Nachholbedarf. Vor allem Brasilien und Russland enttäuschen. Hoffnung macht Indien und auch Aktien aus der zweiten Reihe könnten für Investoren 2013 interessant werden.

Sie waren die Lieblinge der Anleger in der vergangenen Dekade, die BRIC-Staaten – Brasilien, Russland, Indien und China. Der damalige Goldman-Sachs Chef-Ökonom Jim O’Neill erfand das griffige Akronym, vermarktete es und drängte Aktien aus den aufstrebenden Staaten auf den Radar globaler Investoren. Der Goldman-Stratege war sich sicher: die BRICs werden eines Tages die globale Wirtschaftsordnung verschieben. Wegen ihres Wachstumspotenzials. Wegen ihrer Bevölkerungsmasse. Wegen ihrer Rohstoffvorkommen.  Dass es sich bei den vier Riesen zunächst einmal um sehr unterschiedliche Länder- politisch wie wirtschaftlich - handelte, war: zweitrangig.

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Fondsmanager, Investoren, Analysten und auch Wortneuschöpfer O’Neill sehen das heute wohl differenzierter. Unlängst sind neue Akronyme für die aufstrebenden Champions der Weltwirtschaft entstanden. MIST etwa, eine Abkürzung für Mexiko, Indonesien, Südkorea und die Türkei.

Ist die BRIC-Dekade vorbei?

Und die BRICs?  Morgan Stanleys Emerging-Market-Chef Ruchir Sharma schrieb kürzlich in einem Essay für das Magazin Foreign Affairs, dass die BRIC-Dekade vorbei sei. Dass die BRICs irgendwann gleichziehen mit den Industriestaaten sei ein Mythos. Russland etwa gehöre nur zu der Gruppe, weil das Akronym ohne “ R“ schlicht nicht klingen würde, so Sharma.

Entwicklungen an den Aktienmärkten unterstreichen Sharmas These teilweise.  

Die Bilanz der BRICs sieht eher schwach aus: Der MSCI All-World Index überholte den MSCI-BRIC Index im vergangenen Jahr und notiert auch heute höher. Hinzu kommt, dass Offene Fonds rund 1,65 Milliarden Dollar aus den BRIC-Staaten abgezogen haben, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Dieser Trend soll auch 2013 anhalten, heißt es. Das gehandelte Aktienvolumen ist an den jeweiligen Börsen der BRIC-Staaten auf ein Dreijahrestief gesunken.

„Wir betrachten diese Länder nicht als homogene Gruppe“, sagt etwa Fondsmanager Patrick Pastollnigg, der bei einem Fonds von Raiffeisen Capital Management für Lateinamerika-Aktien zuständig ist. 250 Millionen Euro managen Pastollnigg und seine Kollegen.

Vor allem Brasiliens Aktienmarkt hinkt anderen aufstrebenden Börsen hinterher, aber auch Russland, dem die Krise der Euro-Zone zu schaffen macht.

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