Buyout: ClubMed soll chinesischer werden

Buyout: ClubMed soll chinesischer werden

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Das Management von Club Med plant einen Buyout mit den größten Aktionären.

Das Management von Club Med plant einen Buyout mit den größten Aktionären. Nach dem Eigentümerwechsel soll der Reiseanbieter in China durchstarten. In Europa werden Feriendörfer dagegen geschlossen.

Die Großaktionäre des Club Med wollen gemeinsam mit dem Management den französischen Reise-Anbieter ganz unter ihre Fittiche nehmen und künftig breiter aufstellen. Die Finanzinvestoren Axa Private Equity aus Frankreich und Fosun International aus China bieten 17 Euro je Anteilsschein, wie die Unternehmen mitteilten. Damit wird Club Med mit 541 Millionen Euro bewertet. Der Angebotspreis entspricht einem Aufschlag von 23 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag. Am Montag sprang die Club-Med-Aktie exakt auf die gebotenen 17 Euro. Das entspricht einem Anstieg von rund 25 Prozent - das ist der größte Kurssprung seit über 20 Jahren.

Mit der geplanten Übernahme des Vorreiters für All-Inclusive-Reisen wollen die Investoren den Anbieter strategisch neu ausrichten und den Fokus mehr auf Schwellenländer legen. Denn die Konjunkturkrise in Europa hat die Nachfrage nach den vergleichsweise teuren Club-Med-Reisen belastet. Club Med hat deshalb in acht der vergangenen 13 Jahre Verlust gemacht, wie aus Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg hervorgeht. Zuletzt hatte dem Konzern neben der Konjunkturflaute auch die harte Konkurrenz etwa durch TUI Travel oder Thomas Cook zugesetzt.

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China soll es richten

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Die Bemühungen zur Stärkung des Geschäfts sollen intensiviert werden, wobei der französische Markt “schwierig” bleibe und vor einer Konsolidierung stehe, während Club Med in aufstrebenden Schwellenländern neue Club-Dörfer eröffnen werde. Experten hoffen insbesondere auf die chinesische Beteiligung. Fosun, ein chinesischer Mischkonzern, hatte erstmals im Jahr 2010 in Club Med investiert. Diese könne es Club Med leichter machen, auch in der Volksrepublik Fuß zu fassen, hieß es. Vorstandschef Henri Giscard D'Estaing, der Club Med seit elf Jahren leitet, will die Zahl der chinesischen Kunden binnen drei Jahren verdoppeln. Bis 2015 soll China der zweitgrößte Markt für Club Med nach Frankreich werden.

Axa Private Equity, eine Tochter des Versicherungskonzerns Axa, hält bisher 9,4 Prozent, Fosun weitere 9,96 Prozent an Club Med. Der Reise-Anbieter wurde 1950 gegründet und ist seit 1966 an der Börse notiert. Club Med betreibt weltweit rund 70 Ferienanlagen.

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