Carsten Kengeter: Kengeter will Deutsche-Börse-Chef bleiben

Carsten Kengeter: Kengeter will Deutsche-Börse-Chef bleiben

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Carsten Kengeter

Nach der gescheiterten Fusion von Deutscher Börse und LSE und Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Insiderhandels ist Carsten Kengeter angeschlagen. Chef der Deutschen Börse will er trotzdem bleiben.

Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter will an der Spitze des Konzerns bleiben. "Ich bin interessiert, der Börse weiterzuhelfen, aber ich dränge mich nicht auf", sagte Kengeter bei einer "Handelsblatt"-Veranstaltung laut einem Vorabbericht der Zeitung. Kengeters Vertrag, der am 31. März 2018 ausläuft, wurde bislang nicht verlängert.

Die Deutsche Börse will abwarten, wie die Insiderhandels-Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Manager laufen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen vergangene Woche der Nachrichtenagentur Reuters sagten.

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Nach der gescheiterten Fusion mit der Londoner Börse LSE schloss Kengeter einen weiteren Mega-Deal aus: "Ich sehe keine Großfusion, die jetzt für uns attraktiv wäre." Stattdessen müsse die Börse organisch wachsen und die Übernahme von kleinen und mittleren Unternehmen prüfen, die zu ihr passten.

Deutsche Börse-Aufsichtsratschef „Kengeter bleibt der richtige Mann an der Spitze“

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Börse, Joachim Faber, hat Vorstandsvorsitzenden Carsten Kengeter sein Vertrauen ausgesprochen. Am Scheitern der Fusionspläne mit LSE treffe Kengeter keine Schuld.

Der Aufsichtsrat steht weiterhin hinter dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Börse. Quelle: dpa

Die EU-Wettbewerbshüter hatten die Fusion von Deutscher Börse und LSE Ende März untersagt. Kengeter äußerte in diesem Zusammenhang Selbstkritik. "Wir haben in der Kommunikation nicht so überzeugend und emotional agiert, wie das vielleicht notwendig gewesen wäre", wird er zitiert.

Kritiker wie der hessische SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel hatten dem Börsenchef zudem vorgeworfen, politisch naiv gehandelt zu haben. "Den Vorwurf muss ich mir gefallen lassen", sagte Kengeter.

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