Cash-Flows: Eigenkapital der Dax-Konzerne auf 642 Milliarden Euro gestiegen

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Die Dax-Unternehmen konnten ihr Eigenkapital stark erhöhen.

von Christian Ramthun

Die 30 im Dax notierten Unternehmen haben in den vergangenen Jahren ihr Eigenkapital stark erhöht und sind nach Einschätzung des Beratungsunternehmens Deloitte gut für eine längere Konjunkturschwäche gerüstet.

Nach einer Auswertung für die WirtschaftsWoche stieg das Eigenkapital der 30 Dax-Unternehmen von 2008 bis Mitte dieses Jahres insgesamt auf mehr als 642 Milliarden Euro. Das sind 158 Milliarden Euro mehr als 2008, also am Ende des vorangegangenen Konjunkturaufschwungs. Die Eigenkapitalquoten verbesserten sich dabei um durchschnittlich fast drei Prozentpunkte auf 31,4 Prozent.

Bei zehn der 30 Dax-Unternehmen ging das Eigenkapital zurück, am stärksten bei ThyssenKrupp (-17,2 %), Deutsche Lufthansa (-11,3 %) und Merck (-9,4 %). Stark verbessert haben ihre Eigenkapitalquote die Deutsche Post DHL (+21,5 %), Infineon (+20,8 %) und Henkel (+19,5 %). "Seit der Finanzkrise haben sich die deutschen Unternehmen permanent solide aufgestellt", lobt Alexander Börsch, Leiter Research bei Deloitte. "Bis heute agieren sie vorsichtig, betreiben kontinuierlich aktives Kostenmanagement, konzentrieren sich auf Innovationen und halten hohe Cash-Reserven bereit." Die Optimierung des operativen Cash-Flows stehe "für viele Unternehmen ganz oben auf der Agenda", so Markus Seeger, Experte für CFO Services bei Deloitte. "Auch die Barreserven sind auf einem Stand, der die Unternehmen unabhängiger von externen Finanziers macht."

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Großunternehmen rechnen mit längerer Stagnation

Die Mehrheit deutscher Großunternehmen rechnet damit, dass die aktuelle Konjunkturschwäche in der Eurozone anhalten wird. Trotzdem wollen die Unternehmen an ihren Investitionsplänen festhalten und planen auch keine größeren Entlassungen. Das geht aus einer Umfrage des Prüf- und Beratungsunternehmens Deloitte unter 148 Finanzvorständen deutscher Großunternehmen hervor. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, rechnen 68 Prozent der befragten Finanzvorstände damit, dass die aktuelle Konjunkturschwäche in der Eurozone in eine längere Stagnation übergeht. 37 Prozent erwarten sogar eine Rückkehr der Eurokrise. Nur drei Prozent sind der Meinung, die Eurokrise sei überwunden. Trotzdem wollen die meisten Unternehmen auch weiterhin Mitarbeiter einstellen. Den Abbau von Personal plant allein die Energiebranche. Stattdessen wollen die meisten Unternehmen in den nächsten Monaten lieber niedrigere Gewinne in Kauf nehmen.

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