Chancen mit Dax-Aktien: Kursgewinne voraus - mit dem Rückenwind der Notenbanken

Chancen mit Dax-Aktien: Kursgewinne voraus - mit dem Rückenwind der Notenbanken

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Dax im Dezember: Wenn der Börsenbulle den Bären vertreibt, Kinder, dann ist Weihnachtszeit.

von Christof Schürmann

Es gibt jede Menge Argumente gegen einen weiteren Kursanstieg an der Börse – aber auch einige sehr gewichtige dafür. Mut und Ausdauer dürften sich für Anleger auszahlen, wenn sie auf die richtigen Dax-Aktien setzen.

Nicht nur Kinder können die Weihnachtszeit kaum erwarten. Auch Investoren gieren danach, dass endlich bald Dezember ist. Denn dann, so die Hoffnung, könnte Mario Draghi den Weihnachtsmann spielen. Am 3. Dezember wird der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) verkünden, ob er sein Ankaufprogramm für Anleihen ausweitet und ob er Geld noch billiger macht, indem er den Negativeinlagesatz für Banken von aktuell minus 0,2 Prozent noch weiter unter die Nulllinie drückt. Beides würde dazu führen, dass Banken und Anleger ihr Geld lieber woanders investieren als in vielfach negativ verzinsten Euro-Anleihen.

Vielleicht kommt nur zwei Wochen später dann der Dollar als Alternative zu Euro-Papieren ins Spiel. Die Mehrheit an den Märkten geht derzeit davon aus, dass Janet Yellen am 16. Dezember die Rute auspackt: Die Chefin der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) soll, so die Erwartung, erstmals seit knapp zehn Jahren die Zinsen erhöhen. Das spräche für Dollar-Anlagen.

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Notenbankpolitik weiter einladend

100-prozentig ausgemacht ist eine Zinserhöhung in den USA aber noch nicht. In Europa, wo sich die Inflation um die Nulllinie bewegt und die Notenbank die Gemeinschaftswährung schwächen will, ist sie sehr weit entfernt. „Das Niedrigzinsumfeld verfestigt sich. Die Zinsen in Europa bleiben noch länger unten“, sagt Björn Jesch, Leiter Portfoliomanagement bei Union Investment.

Selbst wenn die Fed den Leitzins wie allgemein erwartet auf einen Satz von 0,25 Prozent erhöhen sollte, ist mit Festrenditeanlagen immer noch wenig zu holen, bliebe die Politik der Notenbanken sehr einladend für risikoreiche Investments. Denn der monetäre Rückenwind, wie Fachleute die Ausweitung der Notenbankbilanzen bei gleichzeitigem Niedrigzins nennen, hält an. Das ist gut für Immobilien, Private Equity, Kunst und vor allem anderen für Aktien. Denn in Summe dehnt sich das Geld, das die Notenbanken über ihre Ankäufe von Wertpapieren entweder direkt in die Märkte oder den Marktteilnehmern in die Hand geben, weiter aus (siehe Grafiken). „Die bewusst expansive Politik der EZB verschärft die Jagd nach Rendite. Dies gilt für die Jahre 2016 sowie 2017“, sagt Frank Hagenstein, Chefanlagestratege der Deka-Gruppe.

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WirtschaftsWoche Investmentgipfel: Was die Investmentprofis zu Zinsen, Aktien und Börse sagen. Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Gegen Ende vergangener Woche erst beflügelten die Aussicht auf einen nicht zu rasanten Anstieg der US-Zinsen die Börsen weltweit. In den mit Spannung erwarteten Protokollen der vergangenen Fed-Sitzung fanden sich wichtige Hinweise auf die wahrscheinliche Vorgehensweise der US-Notenbanker. Zwar gehen laut Protokoll die meisten Führungsmitglieder der US-Notenbank davon aus, dass es Zeit für eine Zinserhöhung im Dezember ist. Damit sollte es jedoch schon getan sein: Wenig Spielraum für größere Erhöhungen sei danach noch vorhanden, signalisieren die Einträge ins Protokoll.

Trotz schlechter Nachrichten wie etwa dem ersten Exportrückgang Japans seit über einem Jahr sprangen die Börsen nach der Veröffentlichung dieser Botschaften weltweit an. Der Dax hüpfte sogar über den Durchschnitt der vergangenen 200 Handelstage – ein positives Zeichen, nachdem nicht nur notorische Pessimisten mit dem Unterschreiten dieser Demarkationslinie im August den Crash ausgerufen hatten. Jetzt liegt der Dax noch zwölf Prozent unter seinem Allzeithoch – und bietet weitere Chancen.

Konturlose Konjunktur

Großartigen Rückenwind von einer die Unternehmenserlöse und -gewinne treibenden Konjunktur dürfen Anleger jedoch nicht erwarten. Das Wachstum in der Euro-Zone schwächte sich im dritten Quartal gegenüber dem ersten Halbjahr leicht ab, Japan rutschte mit zwei Quartalen der Schrumpfung sogar in die Rezession, die USA enttäuschen schon das ganze Jahr über. „Die jüngst wieder rückläufigen Rohstoffpreise und der einbrechende Welthandel sprechen gegen die allgemein erwartete Erholung der Weltkonjunktur im nächsten Jahr“, sagt Börsenaltmeister Jens Ehrhardt.

Doch gibt es leichte Hoffnung auf Besserung. So lagen die letzten Konjunkturdaten aus China, die seit April stets unter den Erwartungen lagen und einer der Gründe für die erhöhten Kursschwankungen an den Aktienmärkten waren, näher an den Prognosen als bisher.

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