Chartanalyse: Ist die Silber-Party schon vorbei?

Chartanalyse: Ist die Silber-Party schon vorbei?

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Kontrolle von britischen Silbermünzen

von Anton Riedl

Erst die Hausse, dann die kalte Dusche. Extreme Preisausschläge im Silber mahnen zur Vorsicht - und wecken böse Erinnerungen an den Silber-Crash von 1980. Die charttechnische Analyse vergleicht das Damals mit dem Heute.

Bei 50 Dollar erreicht der Silberpreis sein bisheriges Top, genau wie 1980. Ist die Hausse damit vorbei – oder ist der jüngste Rückschlag eine Etappe zu neuen Höhen? 

Aus Sicht der Charttechnik ist der Widerstand bei 50 Dollar (1) ein massives Bollwerk. Der Rutsch von 50 auf 30 Dollar zeigt, wie mächtig die Verkäufer sind. Mit acht Jahren dauert die Hausse seit 2003 (2) schon genauso lange wie die von 1972 bis 1980 (3). Zudem fand auf halbem Weg eine Konsolidierung statt (4). Sie macht aus der aktuellen Hausse einen kompletten Trend – Ende, Game over.

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Wer auf weiteres Potenzial setzt, hat die Extremphase 1978 bis 1980 vor Augen (5). Hier verzehnfachte sich der Preis. Würde er das wieder schaffen, ergäbe das, vom Tiefpunkt 2008 aus gerechnet, einen Anstieg auf 100 Dollar.

Über das Ziel hinaus

Das gleiche Ziel ist möglich, wenn man das Verhältnis Silberpreis zu Goldpreis heranzieht. Hierbei wird die bekannte Gold-Silber-Ratio auf den Kopf gestellt und damit das Überschießen des Silbers gut sichtbar.

Mit 0,07 erreichte das Silber-Gold-Verhältnis 1980 seine Spitze (6). Rechnet man diesen Wert auf den aktuellen Goldpreis um 1500 hoch, könnte Silber auf 105 Dollar steigen; bei höherem Goldpreis noch weiter. Der Haken: Das Silber-Gold-Verhältnis war 1980 so extrem, weil der Markt durch die Silberkäufe der Brüder Hunt manipuliert wurde. Nach dem Zusammenbruch der Hunt-Spekulation kühlte sich das Silber-Gold-Verhältnis ab (7).

Bei der aktuellen Hausse im April erreichte es mit 0,03 den höchsten Wert seit drei Jahrzehnten, aktuell hat es sich auf 0,02 normalisiert. Es kann aber auch, wie mehrmals in den vergangenen 30 Jahren, bis auf 0,01 abtauchen. Spielraum für Rückgänge ist da. Die nächste Unterstützung im Chart verläuft bei 21 Dollar (8), der lange Trend (9) erst bei 15 Dollar.

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