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Chartanalyse MDax: Viel stärker als der Dax

von Anton Riedl

Der Börsenindex MDax zeigt, dass die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen 2013 zu den Favoriten gehören. Der kleine Bruder des Dax könnte diesen erneut hinter sich lassen.

Der Kursanstieg beschleunigt sich - 2013 könnte das Jahr des MDax werden (zum Vergrößern bitte Grafik anklicken)
Der Kursanstieg beschleunigt sich - 2013 könnte das Jahr des MDax werden (zum Vergrößern bitte Grafik anklicken)

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Wer im Jubeljahr 2000 Dax-Aktien gekauft hat, steht immer noch vier Prozent im Minus. Wer in der gleichen Zeit auf den MDax gesetzt hat, hat sein Geld mehr als verdoppelt. Vor einem Jahr wagte die WirtschaftsWoche eine Verlaufsprognose zum MDax, die ziemlich gut aufging. Jetzt ist der Index charttechnisch wieder in einer Verfassung, die für Anleger vielversprechend ist.

Mit dem Anstieg über den Widerstand am bisherigen Hoch (bei 11.380 Punkten) gab der MDax ein Kaufsignal (1; siehe Grafik). Zweimal in den vergangenen zwei Jahrzehnten kam es bisher zu einem solchen klassischen Signal, dem Übertreffen des bisherigen Hochs. In beiden Fällen folgte danach eine rasante Rally: mit rund 80 Prozent plus 1996 (2) bis 2000 und 125 Prozent plus von 2004 (3) bis 2007.

Die Top Ten der MDax-Aufsichtsräte

  • 1 - Kuka

    Kuka - Hersteller von Industrierobotern

    Vorsitzender: Bernd Minning

    Durchschnittsvergütung: 71.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 70,2

    Börsenwertentwicklung: - 14,9

    Mitglieder: 12

  • 2 - Axel Springer

    Axel Springer - Verlag

    Vorsitzender: Giuseppe Vita

    Durchschnittsvergütung: 278.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 67,9

    Börsenwertentwicklung: - 18,4

    Mitglieder: 9

  • 3 - ProSiebenSat.1

    ProSiebenSat.1 - Medien

    Vorsitzender: Götz Mäuser

    Durchschnittsvergütung: 75.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 65,8

    Börsenwertentwicklung: - 37,3

    Mitglieder: 9

  • 4 - Symrise

    Symrise - Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen

    Vorsitzender: Thomas Rabe (ab 18. Mai 2011)

    Durchschnittsvergütung: 66.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 65,6

    Börsenwertentwicklung: + 0,5

    Mitglieder: 12

  • 5 - Brenntag

    Brenntag - Chemikalien

    Vorsitzender: Stefan Zuschke

    Durchschnittsvergütung: 114.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 65,4

    Börsenwertentwicklung: - 5,7

    Mitglieder: 6

  • 6 - Gildemeister

    Gildemeister - Werkzeugmaschinenbauer

    Vorsitzender: Hans Henning Offen

    Durchschnittsvergütung: 48.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 64,5

    Börsenwertentwicklung: - 22,9

    Mitglieder: 14

  • 7 - Klöckner

    Klöckner - Stahl- und Metalldistributor

    Vorsitzender: Dieter Vogel

    Durchschnittsvergütung: 57.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 64,3

    Börsenwertentwicklung: - 29,1

    Mitglieder: 6

  • 8 - Fraport

    Fraport - Flughafenbetreiber

    Vorsitzender: Karlheinz Weimar

    Durchschnittsvergütung: 27.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 64,0

    Börsenwertentwicklung: - 19,4

    Mitglieder: 20

  • 9 - Hugo Boss

    Hugo Boss - Moderkonzern

    Vorsitzender: Hellmut Albrecht

    Durchschnittsvergütung: 159.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 63,7

    Börsenwertentwicklung: + 6,3

    Mitglieder: 12

  • 10 - SGL Carbon

    SGL Carbon - Hersteller von Carbon-Produkten u.a. für die Autoindustrie

    Vorsitzender: Max Dietrich Kley

    Durchschnittsvergütung: 40.000 Euro pro Kopf

    Gesamtpunkte: 63,2

    Börsenwertentwicklung: + 47,1

    Mitglieder: 12

Steiler Anstieg

Schon im Vorfeld des jüngsten Kaufsignals legte der MDax von 2009 bis 2011 um 170 Prozent zu (4), dann folgte eine scharfe Korrektur (minus 37 Prozent, 5). Wenn er nun nach klassischem Muster noch einmal einen ähnlichen Aufschwung schafft, ergäbe das (gemessen vom Korrekturtief bei 7.780 Punkte) eine langfristige Projektion auf mehr als 20.000 Zähler. Dass die Aufwärtstrends im MDax in den vergangenen Jahren immer steiler wurden (6), passt zum dynamischen Bild des Mittelklasse-Index.

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Zu dieser Dynamik gehören auch heftige Korrekturen. Wichtig für die lange Tendenz ist es hierbei, dass der Index wie 2002/03 und (abgesehen von einem Ausrutscher) 2009 sein zuvor überwundenes Top-Niveau verteidigt. Aktuell heißt das: Solange der MDax oberhalb von 11.380 notiert (7), einfach dabeibleiben.

Ein Vorzeichen für eine Korrektur könnte der Bruch des letzten steilen Aufwärtstrends (8) werden. Kurzfristig ist es jedoch wahrscheinlicher, dass der MDax weiter zulegt. Die Parallele zum langfristigen Aufwärtstrend (9) gäbe Spielraum bis über 14.000 Punkte hinaus.

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