Chartsignal: Das Dollar-Pendel der Börsen

Chartsignal: Das Dollar-Pendel der Börsen

Im internationalen Handel ist der Dollar das Maß der Dinge. Nun gewinnt die Aufwertung des Dollar an Fahrt – Aktien und Rohstoffen droht eine Schwächeperiode.

Bild vergrößern

Die Aufwertung des Dollar könnte Probleme für die Rohstoffmärkte bringen

Wer die Richtung des Dollar korrekt antizipierte, lag an den Aktien- und Rohstoffmärkten zuletzt selten falsch. Ein schwacher Dollar bedeutete Stärke bei Aktien und Rohstoffen – und umgekehrt.

Der US-Dollar-Index misst den Außenwert des Greenback gegenüber sechs Währungen. Binnen fünf Jahren durchlief der Index mehrere Zyklen im Rahmen einer breiten Seitwärtsbewegung zwischen 73 und 90 Punkten. Die jeweiligen Aufwärtsbewegungen verliefen zwar kürzer, dafür aber stets dynamischer als die Abwärtsbewegungen.

Anzeige

Die Basis der aktuellen Aufwärtsbewegung wurde im Sommer 2011 gelegt, als der Index nach unten mehrfach den Bereich zwischen 75 und 73 Punkten testete. Der letzte Test fand statt im Oktober (Punkt 1 in der Grafik unten, zum Vergrößern bitte anklicken). Das sorgte für die Ausgestaltung eines sogenannten Dreifachbodens.

Angst vor Deflation, Furcht vor Inflation

Anschließend ging es zügig aufwärts, gar über die Trendlinie T1 hinaus (Punkt 2). T1 hatte sich zuvor als hartnäckiger Widerstand erwiesen (Punkte 3, 4, 5, 6). Sie lässt sich als Grenze definieren, an der Inflations- in Deflationssorgen umschlagen. Bei einem weiteren Anstieg des Dollar sollten sich Deflationsängste an den Finanzmärkten wieder verstärken.

Chartanalyse

Der Dollar-Chart

Chartanalyse: Pendel schlägt wieder um in Richtung Deflation (Zum Vergrößern bitte klicken)

Die steil nach oben geneigte Nackenlinie einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation lässt eine hohe Dynamik der Aufwärtsbewegung erwarten. Der Startschuss fiele mit dem Durchbruch der Nackenlinie bei aktuell 82 Punkten, womöglich ausgelöst durch einen akuten Schwächeanfall von Rohstoffwährungen wie dem kanadischen und dem australischen Dollar.

Das charttechnische Ziel reichte dann bis an die massive Widerstandszone zwischen 88 und 90 Punkte. Sollte der Index diesen Bereich noch im ersten Quartal erreichen, wäre eine ähnlich abrupte Trendwende wie im Juni 2010 wahrscheinlich (Punkt 7). Wie damals dürfte die US-Notenbank Fed dann wieder extreme geldpolitische Lockerungsübungen veranstalten.

Weitere Links

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%