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Chartsignal: Innere Schwäche im Dax

von Anton Riedl

Nach der jüngsten Erholung steht noch ein Tiefentest an. Erst danach ist der Dax reif für den Aufschwung. Eine charttechnische Analyse mit langer Rückschau.

Der Dax kann bis auf den langfristigen Trend bei etwa 4400 Punkten sinken Quelle: Thomson Reuters
Der Dax kann bis auf den langfristigen Trend bei etwa 4400 Punkten sinken (Klicken Sie für eine detallierte Anischt bitte auf die Grafik) Quelle: Thomson Reuters

Langfristige Trendlinien haben eine magische Anziehungskraft. Der Aufwärtstrend von 1982 bis 2002 (1) wurde sechsmal berührt und dreimal touchiert. Der Widerstand bei 8100 Dax-Punkten (2) brachte es auf drei Abpraller, die Unterstützungszone um 3600 (3) auf fünf Berührungen und drei Durchschneidungen.

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Nun steht der seit fast 30 Jahren bestehende langfristige Trend auf dem Prüfstand, der sich durch die Tiefpunkte 1982, 2003 und 2009 gebildet hat (4). Gemessen an den Tagesschlusskurse, n verläuft diese Linie derzeit etwa bei 4400 Punkten. Wegen der Länge der Trendgeraden kommt es nicht auf 100 Punkte mehr oder weniger an.

Anleger können sich auf die Lauer legen

Noch hat der Dax gut 1000 Punkte Abstand zu diesem Trend. Und kurzfristig ist es durchaus möglich, dass die Kurse nach dem scharfen Verfall von 7500 auf unter 5000 Punkte ihre Erholung noch etwas fortsetzen. Die Gefahr, dass der Dax danach dennoch bis auf seinen großen Trend absackt, ist aber nicht vom Tisch.

Ein gefährliches Schwächezeichen gab der Index im Frühjahr 2011 (5). Da kam der Dax bei seiner Hausse nicht mehr bis an das alte Hoch bei 8100. Einem solchen Scheitern auf dem Weg nach oben folgt in der Regel ein Test auf der anderen, unteren Seite – und die wird vom 30-jährigen Trend markiert.

Die Dynamik zeigt ebenfalls nach unten. Im jüngsten Abschwung verloren die Kurse in zwei Monaten so viel, wie sie in zwei Jahren vorher gewonnen hatten. Ein solcher Abwärtsdruck löst sich nicht mit nur einer Erholung auf. Vielmehr ist ein Markt meist erst nach einer zweiten, ebenfalls scharfen Abwärtsbewegung wieder reif für einen nachhaltigen Anstieg.

Die dafür notwendige Bodenbildung könnte sich um den langfristigen Trend herum abspielen – zwischen 4300 und 4500 Punkten. Bei ausgebombten Aktien können sich Anleger schon jetzt auf die Lauer legen.

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2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.10.2011, 09:52 UhrAnonymer Benutzer: Pferd ohne Gerd

    Nicht alles, was man selbst nicht versteht, gibt es nicht.

  • 10.10.2011, 19:09 UhrAnonymer Benutzer: Gerd mit Pferd

    Die graphische Chart-Analyse ist knapp weniger seriös als Kaffeesatzlesen, Glaskugelgucken oder Handlinienlesen.
    Wer einer solchen "Wissenschaft" auch nur ansatzweise beachtung schenkt, der gibt eindrucksvoll Auskunft über seine ganz sicher nicht vorhandene Wirtschaftskompetenz.

    Genausogut könnte man den Temperaturverlauf charttechnisch analysieren. Wer dann im Frühling glaubt, dass die Temperaturen ewig weiter steigen, wenn sie nur einem gewissen Pfad folgen, der wird spätestens im Herbst ein böses Erwachen haben.

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