Checkliste: Warnsignale erkennen

Checkliste: Warnsignale erkennen

Welche Anzeichen es dafür gibt, dass bei Fonds etwas faul ist, wie Anleger Geld zurückholen.

Wer in einen geschlossenen Fonds investiert, geht eine unternehmerische Beteiligung ein. Im schlimmsten Fall droht der Totalverlust. Das Risiko, sein Geld zu verlieren, lässt sich minimieren, wenn Anleger wichtige Warnsignale erkennen. Die Alarmglocken sollten läuten, wenn

n bei Auflage des Fonds noch nicht bekannt ist, in welche Objekte, etwa Immobilien oder Schiffe, investiert wird (Blind-Pool). Anleger können das Risiko ihres Investments nicht abschätzen.

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n der Fonds Renditen von mehr als acht Prozent pro Jahr verspricht, gleichzeitig aber 30 Prozent der Investitionen für Vertrieb und Verwaltung draufgehen. Die Rechnung geht dann kaum auf.

n der Initiator des Fonds bereits Fonds aufgelegt hat, deren Anteile am Zweitmarkt für geschlossene Fonds (www.zweitmarkt.de) mit hohen Abschlägen gehandelt werden.

n das wirtschaftliche Umfeld gegen hohe Renditen spricht. Zuletzt litten Reedereien unter sinkenden Frachtraten für ihre Schiffe. Einige Schiffseigner, darunter Beluga Shipping, gingen pleite.

n der Fonds in einen gerade überhitzten und überall beworbenen Markt investiert, zuletzt etwa in Immobilien oder erneuerbare Energien.

n der Fonds eine weitgehende Nachschusspflicht des Anlegers vorsieht, falls der Fonds zum Sanierungsfall wird.

n die Initiatoren von einem Liebhaberobjekt mit hohem historischem Wert sprechen. Meist ist dann das Pleiterisiko hoch – wie im Fall des Hotels Heiligendamm.

Wenn der Fonds kriselt, besteht gegenüber Berater, Bank oder Fonds Aussicht auf Schadensersatz oder Vergleich, wenn

n die Berater Provisionen verschwiegen oder nicht detailliert genug offengelegt haben. Dies gilt auch, wenn der Prospekt die Höhe der Vergütung und deren Empfänger korrekt angibt.

n die Anlage als risikoloses Investment beworben wurde, obwohl es sich um eine unternehmerische Beteiligung handelt, oder sie zum Beispiel einem älteren Sparer zur Altersvorsorge empfohlen wurde.

n der Fondsbetreiber Geschäfte mit sich selbst zum Nachteil der Anleger gemacht hat. Beispielsweise verkauft eine Reederei Schiffe überteuert an hauseigene Fonds, ohne dass dies im Prospekt steht.

n das Geld zweckentfremdet wird. So warb beispielsweise die Commerzbank Geld für Filmfonds ein, das aber nur zu einem Bruchteil in die Filmproduktion floss.

n der Prospekt falsche Angaben enthält, beispielsweise über die Höhe der Kosten oder unternehmerische Risiken.

n wenn die von den Gesellschaftern beschlossenen Änderungen der Geschäftsgrundlagen juristisch angreifbar sind. Dazu gehören etwa der zeitweise Verzicht auf Mieten oder die Verpflichtung, Geld in einen kriselnden Fonds nachzuschießen.

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