Chemiekonzerne: Vorteil für die Bayer-Aktie

Chemiekonzerne: Vorteil für die Bayer-Aktie

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Bayer hat einen unerwartet guten Start in das laufende Geschäftsjahr präsentiert, vor allem dank der Sparten Pflanzenschutz und Gesundheit

von Andreas Toller

Das Quartalsergebnis hat Analysten positiv überrascht. Trotz schwachen Chemiegeschäfts bleibt der Bayer-Konzern für 2012 optimistisch - vor allem weil die Geschäfte mit Pflanzenschutzmitteln und Arzneien gut laufen. Für BASF sind die Aussichten nicht so rosig.

Konzernchef Marijn Dekkers, seit Oktober 2010 im Amt, hat den Bayer-Konzern offenbar zurück auf Erfolgskurs gebracht. Der gebürtige Niederländer, der lange Manager in den USA war, hatte einen holprigen Start und verprellte die Belegschaft mit Entlassungen. Doch inzwischen zeigen seine strategischen Entscheidungen Früchte zu tragen. Denn der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat heute einen unerwartet guten Start in das laufende Geschäftsjahr präsentiert. Angetrieben durch gute Ergebnisse in den Sparten Pflanzenschutz und Gesundheit schnellte der Gewinn um satte 53,5 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro in die Höhe, teilte das Unternehmen mit. „Aufgrund des guten Auftakts ins Jahr 2012 sind wir für das verbleibende Geschäftsjahr zunehmend zuversichtlich“, sagte Konzernchef Marijn Dekkers.

Mit einem Umsatzplus von 6,8 Prozent auf den Rekordwert von 10,1 Milliarden Euro im ersten Quartal befindet sich Bayer auf Wachstumskurs. Wichtiges Zugpferd des Unternehmens war die Pflanzenschutz-Sparte, in der sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf über 850 Millionen Euro vervierfachte.

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Auch in der größten Sparte Gesundheit lief es noch ganz gut. Der Umsatz wuchs hier im ersten Quartal um 4,2 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank in der Sparte allerdings um 3,6 Prozent auf 741 Millionen Euro – wofür aber maßgeblich Sondereinflüsse verantwortlich waren. Bereinigt um die Sondereinflüsse verzeichnete die Sparte einen Gewinnanstieg von 6,8 Prozent. „Vor allem in den Wachstumsmärkten lief das Geschäft insgesamt erfreulich“, sagte Dekkers mit Blick auf China. Dabei waren besonders Produkte zur Vorbeugung von Herzinfarkten, Krebsmedikamente und Hormonspiralen zur Verhütung gefragt. Die Einführung neuer Medikamente habe absolute Priorität, hieß es bei Bayer. Das ist allerdings auch mit hohen Kosten verbunden. Zudem machen Nachahmer-Mittel (Generika) und Sparprogramme der Regierungen dem Konzern zu schaffen. Doch scheint Besserung in Sicht. Der größte Hoffnungsträger in der Leverkusener Pharma-Pipeline, der Gerinnungshemmer Xarelto, rückte dank der Markteinführung in weiteren Ländern und zusätzlicher Anwendungsgebiete erstmals auf die Liste der umsatzstärksten Pharma-Produkte des Konzerns.

Große Abstriche musste das Leverkusener Unternehmen im Geschäft mit Kunststoffen machen. Wegen der weiter gestiegenen Rohstoffkosten brach das Ergebnis vor Zinsen und Steuern hier um 38 Prozent auf 127 Millionen Euro ein. Überhaupt tut sich Bayer im Chemie-Geschäft nach wie vor schwer, auch wenn es sich allmählich bessert. Die hohen Konzerninvestitionen in Asien und an den Standorten in Dormagen und Leverkusen dürften sich erst 2013 positiv bemerkbar machen.

Wie problematisch das Chemiegeschäft in Zeiten unsicherer Konjunktur, hoher Rohstoffpreise und schwankungsfreudigen Wechselkursen ist, belegen die Wettbewerber Dow Chemical und BASF.

Die Wirtschaftsflaute in Europa hat dem größten amerikanischen Chemiekonzern Dow Chemical zum Jahresstart zugesetzt. Negativ überraschte vor allem das Umsatzminus im ersten Quartal, was die Dow-Chemical-Aktie am Tag des Bayer-Triumphs um mehr als drei Prozent nach unten drückte.

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