China: Börse und Rohstoffe fallen erneut ins Minus

China: Börse und Rohstoffe fallen erneut ins Minus

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Kupferlager in Yangshan. südlich von Shanghai. Die Preise fallen auf Sechsjahrestief.

Am Montag verloren die Aktien in Shanghai erneut fünf Prozent an Wert. Die Konjunktursorgen aus China drücken auch die Rohstoffpreise auf historische Tiefstände.

Die Krise am chinesischen Aktienmarkt ist noch nicht ausgestanden. In der vergangenen Woche wurde nach zu hohen Kursverlusten an der Börse Shanghai mehrfach der Handel ausgesetzt.

Nachdem der Not-Stopp bei Investoren aber nur zu mehr Verunsicherung geführt hatte, schaffte ihn die Börsenaufsicht unmittelbar wieder ab. Die Panik am Markt hatte in China Börsenwerte von mindestens einer Billion Dollar ausgelöscht.

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Am Montag folgte jetzt die nächste Korrektur der Shanghai-Aktien: der Shanghai CSI 300 Index fiel fünf Prozent ins Minus.

Performance des CSI 300 (dbx-tracker ETF)

Wie Chinas Index CSI 300 über ein Jahr abschnittClip
Wie Chinas Index CSI 300 über ein Jahr abschnitt

Investoren fürchten, dass die chinesische Regierung es nicht schafft, die schwächelnde Wirtschaft wieder anzukurbeln. "Pessimismus dominiert die Stimmung unter den China-Investoren", sagt William Wong, Händler bei Shenwan Honyuan in Hongkong. Seit Jahresanfang liegt der Shanghai Composite Index mit 14 Prozent im Minus.

Am Wochenende hatte das chinesische Statistikamt die Inflationsdaten für Dezember bekannt gegeben. Mit 1,6 Prozent lag die Teuerungsrate zwar 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonates, aber nur auf der Hälfte des vom Statistikamt angepeilten Zielwertes für 2015.

Die Produzentenpreise fielen bereits den 46 Monat in Folge. Analysten erwarten, dass die chinesische Zentralbank vor dem Neujahrsfest am 7. Februar nun den Reservesatz senken wird, mit dem sie bestimmt, wie viele Barreserven die Banken als Reserve halten müssen. Diesen Wert hatte die Zentralbank 2015 schon einmal gesenkt. Damit lässt sich mehr Liquidität für den Markt bereitstellen, um Wachstum anzukurbeln.

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Unter den schwachen Wirtschaftsdaten leiden auch die Rohstoffpreise. Kupfer fiel auf den tiefsten Stand seit mehr als sechs Jahren. Das Industriemetall, das vor allem in Kabeln und Drähten genutzt wird, verlor in der Spitze 2,3 Prozent zu 4.381 Dollar die Tonne. Anfang 2013 lag der Preis noch fast doppelt so hoch.

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Schon in der vergangenen Woche waren die Kupferpreise im Rahmen Aktienkrise an der Börse Shanghai um fast fünf Prozent eingebrochen. Während der Finanzkrise 2008 lag der Kupferpreis mit Preisen unter 3000 Dollar noch deutlich unter seinem aktuellen Niveau.

Dennoch leiden auch die globalen Minenbetreiber wie BHP Billiton bereits unter den niedrigen Preisen, BHP notierte an der Börse in Sydney auf einem neuen Zehnjahrestief. Der Bloomberg World Mining Index, in dem 80 Branchenaktien enthalten sind, fiel am Montag auf sein niedrigstes Niveau seit 2004.

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