China : China zieht Asiens Börsen abwärts

China : China zieht Asiens Börsen abwärts

Der Nikkei-Index fällt - zwischenzeitlich auf ein Dreiwochentief. Die Sorgen um die chinesische Wirtschaft sowie schwache Vorgaben aus den USA drücken die Märkte in Japan. Dem Trend entgegen setzt sich die Softbank.

Die Aussicht auf eine Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums hat die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag deutlich nach unten gezogen. Auch der Ölpreis gab weiter nach. Die am Vortag veröffentlichten Protokolle der USA-Notenbank Fed nährten zudem Zweifel, ob schon im September mit einer Zinsanhebung gerechnet werden kann.

Der MSCI-Index asiatischer Märkte außerhalb Japans verlor 1,17 Prozent. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei -Index 0,94 Prozent niedriger bei 20.033 Punkten. Der breiter gefasste Topix verlor 1,49 Prozent auf 1623 Zähler. Auch alle anderen Börsen der Region lagen im roten Bereich. An der Hongkonger Börse wurde ein Acht-Monats-Tief verbucht. In Singapur fiel der Strait-Times-Index auf den tiefsten Stand seit anderthalb Jahren. In Shanghai lag der Kursverlust bei 1,57 Prozent.

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Die chinesische Zentralbank stoppte die Abwertung des Yuan. Quelle: REUTERS

"Die Märkte sind nervös wegen der Risiken, und die Investoren ziehen ihre Fonds aus den Schwellenländern und den Rohstoff-Exportländern ab", sagte Daisuke Uno, Chefstratege der Sumitomo Mitsui Bank. Die Befürchtungen, dass sich der Wachstumsrückgang in China als langfristiger Trend herausstellen könnte, belastet viele Industriezweige und derzeit insbesondere den Rohstoffsektor.

Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

  • Immobilienblase

    Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

  • Schattenbanken

    Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

  • Faule Kredite

    Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

  • Überkapazitäten

    Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

  • Internationale Krisen

    Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Auch die Erdölpreise gaben weiter nach. US-Öl lag knapp über seinem Sechseinhalb-Jahres-Tief von 40,40 Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent wurde mit 46,90 Dollar gehandelt. Viele Rohstoff exportierende Schwellenländer geraten durch die sinkenden Preise weiter unter Druck, nachdem wegen der Erwartung steigender Zinsen in den USA ohnehin schon Kapital aus den Ländern abgeflossen ist. Der MSCI-Index der Schwellenländer ist seit April um 22 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief gefallen.

Der Euro notierte im fernöstlichen Handel zum Dollar bei 1,1132. In japanischer Währung wurden für den Dollar 123,96 Yen gezahlt.

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