China: Journalist soll schuld am Börsenchaos sein

China: Journalist soll schuld am Börsenchaos sein

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Wegen Insiderhandels sind Mitarbeiter der Börsenaufsicht und vier hochrangige Manager des größten chinesischen Brokerhauses Citic unter verdacht geraten.

In den Ermittlungen der chinesischen Behörden wegen der jüngsten Börsenturbulenzen gibt es nach Darstellung amtlicher Medien mehrere Geständnisse und erste Strafen. Bei den Börsen geht es derweil erneut bergab.

Wer ist schuld am Absturz der chinesischen Börsen? In China sind die Behörden vor allem auf der Suche nach Insiderhändlern und Journalisten, die falsche Gerüchte streuten. In diesem Zusammenhang berichtete nun die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua davon, dass ein Reporter des angesehenen Wirtschaftsmagazins "Caijing" zugegeben habe, auf Grundlage von Gerüchten und eigener Mutmaßungen über den Aktienmarkt geschrieben zu haben. Damit habe er dem Land sowie Investoren große Verluste beschert. Einzelheiten wurden nicht genannt.

Xinhua zufolge räumten zudem mehrere Verdächtige ein, Insiderhandel begangen zu haben. Demnach sind ein Mitarbeiter der Börsenaufsicht und vier hochrangige Manager des größten chinesischen Brokerhauses Citic betroffen.

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Zudem hat die chinesische Regierung 197 Personen wegen angeblicher Verbreitung von Gerüchten in Internet bestraft. 165 Online-Konten seien gesperrt worden, meldete die Xinhua. Strafen gab es unter anderem für die Veröffentlichung des Gerüchts, dass „ein Mann in Peking wegen des Kurzsturzes an den Börsen in den Tod gesprungen ist“. Geahndet wurde zudem die Information, dass „mindestens 1300 Menschen durch die Explosionen von Tianjin getötet“ worden seien. Offiziell liegt die Zahl der Toten bei der Katastrophe vom 12. August bei 150.

Die Behörden versuchen schon seit zwei Jahren, gegen die Verbreitung von Gerüchten im Internet vorzugehen. Nun war bei Xinhua die Rede von einer Sonderkampagne. Es blieb aber unklar, wie lange diese dauerte.

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Die chinesischen Aktienmärkte sind seit Juni um etwa 40 Prozent gefallen, weil sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt abkühlt und die Landeswährung Yuan im August überraschend abgewertet wurde. Die Behörden wollen die Märkte unter anderem stützen, indem sie gegen die Urheber von Falschinformationen vorgehen.

Am Montag setzte sich die Talfahrt fort: Zwar eröffneten der wichtige Shanghai Composite Index nur leicht mit einem Minus von 0,89 Prozent, fiel aber innerhalb von einer Stunde um rund drei Prozent. Ähnlich erging es dem Shenzhen Component Index. Der ChiNext für Technologiewerte, der dem Nasdaq in den USA ähnelt, ging sogar um mehr als drei Prozent in den Keller. Nach der Erholung zum Ende der Woche geht die Berg- und Talfahrt der chinesischen Börsen damit weiter.

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