China: Peking will Yuan-Spekulationen begrenzen

China: Peking will Yuan-Spekulationen begrenzen

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China will stärker gegen Währungsspekulationen vorgehen.

Um stärker gegen Währungsspekulationen vorzugehen, prüft die chinesische Zentralbank die Einführung einer Strafsteuer für Spekulanten, die auf kurzfristige Gewinne setzen.

Trotz der geplanten Öffnung des Kapitalmarkts will China künftig stärker gegen Währungsspekulationen vorgehen. Die Behörden prüften zurzeit die Einführung einer Steuer, die auf kurzfristige Gewinne setzende Währungsspekulanten bestrafe, schrieb der Vizegouverneur der chinesischen Zentralbank, Yi Gang, in einem Beitrag für das Magazin der Notenbank. Zugleich sollen grenzüberschreitende Kapitalbewegungen besser überwacht und ein Früh-Warn-System eingeführt werden.

"Langfristig sollten die Behörden für das Devisenmanagement der Vermeidung von Risiken immer die oberste Priorität geben", schrieb Yi. Zugleich wolle die Regierung in Peking aber die Kapitalmärkte weiter öffnen und die Konvertibilität der Landeswährung Yuan vorantreiben.

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Die fünf großen Gefahren für Chinas Wirtschaftswachstum

  • Immobilienblase

    Seit Jahren schießen die Immobilienpreise in Chinas Großstädten in ungeahnte Höhen - seit Monaten mehren sich jedoch Zeichen für einen Kollaps.

  • Schattenbanken

    Neben den trägen Staatsbanken hat sich in China ein großer Markt von nicht-registrierten Geldinstituten etabliert, die der Staat bislang nicht kontrollieren kann.

  • Faule Kredite

    Banken haben ohne genaue Prüfung Firmen immense Kredite für unproduktive und verschwenderische Investitionen gegeben.

  • Überkapazitäten

    Mit Subventionen der Regierung haben viele Branchen gewaltige Überkapazitäten aufgebaut, beispielsweise die Solarindustrie. Aber sie werden ihre Produkte nicht los.

  • Internationale Krisen

    Chinas Wirtschaft hängt vom Export ab. Geraten wichtige Abnehmerländer in Krisen, hat auch China Probleme.

Nach der überraschenden Abwertung des Yuan Mitte August sind die Behörden bereits eingeschritten, um Kapitalabflüsse und Währungsspekulationen einzuschränken. So beauftragte die People's Bank of China Banken, Reserven für den Kauf von Devisenderivaten zu bilden. Parallel dazu stemmte sich die Regierung mit aller Kraft gegen den Kurssturz am chinesischen Aktienmarkt.

Weitere Artikel

Die Zentralbank der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft nach den USA hatte im August die Kriterien für den Wechselkurs geändert und damit eine Talfahrt des Yuan eingeleitet. Dies hatte die Börsen rund um den Globus in Aufruhr versetzt und die Sorgen über einen Währungskrieg geschürt.

Durch den Kursverfall des Yuan werden Exporte nach China teurer, chinesische Waren auf dem Weltmarkt aber billiger. So könnte der Exportweltmeister im Kampf um Marktanteile punkten und seiner lahmenden Konjunktur neuen Schwung geben. Die frühere Konjunkturlokomotive China kämpft mit deutlich abgeschwächten Wachstumsraten.

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