China: Yuan klettert auf Sieben-Monats-Hoch

China: Yuan klettert auf Sieben-Monats-Hoch

, aktualisiert 01. Juni 2017, 14:32 Uhr
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Viele sehen in der Kursanhebung des Yuan den Willen der chinesische Führung, die eine Währungsaufwertung erzwingen wolle.

Quelle:Handelsblatt Online

Die chinesische Zentralbank hat den Kurs des Yuan am Donnerstag überraschend in die Höhe getrieben. Damit liegt die Währung momentan auf dem höchsten Stand seit sieben Monaten. Die Aufwertung löste auch Panik aus.

FrankfurtEin überraschender Schachzug der chinesischen Zentralbank hat den Kurs des Yuan am Donnerstag auf ein Sieben-Monats-Hoch getrieben. Die People's Bank of China (PBoC) senkte den Dollar-Referenzkurs, den die chinesische Währung nur in einer bestimmten Spanne über- oder unterschreiten darf, um 0,8 Prozent auf 6,809 Yuan. Daraufhin verbilligte sich die US-Valuta an der Börse um bis zu 0,4 Prozent auf 6,7878 Yuan. Börsianern zufolge verstärkten Dollar-Verkäufe staatlicher Banken diesen Trend. Im weniger stark regulierten sogenannten Offshore-Handel an den Börsen in Hongkong und Frankfurt war der Dollar mit 6,7242 Yuan zeitweise so billig wie zuletzt vor knapp acht Monaten.

„Bei Kunden hat die plötzliche Yuan-Aufwertung eine gewisse Panik ausgelöst“, sagte ein chinesischer Devisenhändler. Einige spielten mit dem Gedanken, Dollar in größerem Stil zu verkaufen, um ihre Verluste zu minimieren. „Das Regime will auf Biegen und Brechen eine Yuan-Aufwertung sehen“, urteilte Commerzbank-Analyst Hao Zhou. Ein Mittel hierfür sei der vergangene Woche eingeführte "antizyklische Faktor", den die Zentralbank künftig bei der Festsetzung des Referenzkurses berücksichtigen will. Wie dieser Faktor genau aussieht, blieb aber unklar.

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Vergangene Woche hatte die Rating-Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit Chinas erstmals seit 1989 heruntergestuft. Die Experten begründeten diesen Schritt mit der schwächelnden Konjunktur und der steigenden Verschuldung. Dennoch wertete der Yuan seither um mehr als ein Prozent auf. Ein Grund hierfür sei, dass die PBoC dem Finanzsystem Liquidität entziehe, sagte Commerzbank-Experte Hao. Dies mache Wetten auf einen fallenden Yuan extrem teuer. Der Hongkonger Interbankenzins stieg am Donnerstag auf ein Fünf-Monats-Hoch von knapp 43 Prozent. Vor der Moody's-Schelte lag er noch bei 2,5 Prozent.

Anfang 2016 hatte eine Serie von Abwertungen des Yuan durch die PBoC die Börsen weltweit erschüttert. Damals drückte die Furcht vor einer raschen Abkühlung der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft den Dax zeitweise unter die 10.000er Marke.

Quelle:  Handelsblatt Online
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