Dax aktuell: Wann endet die Dax-Rekordjagd?

Dax aktuell: Wann endet die Dax-Rekordjagd?

, aktualisiert 02. November 2017, 07:19 Uhr
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Die Anzeigetafel im Handelssaal der Börse in Frankfurt.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach dem vierten Schlussrekord in Folge dürfte das deutsche Börsenbarometer zum heutigen Handelsauftakt eine kleine Pause einlegen. Ein Indiz spricht aber dafür, dass die Rally noch nicht beendet hat.

FrankfurtNach der feiertagsbedingten Pause hat der Dax am gestrigen Mittwoch seine Rekordfahrt beschleunigt. Obwohl wegen des Allerheiligen-Feiertages in einigen deutschen Bundesländern - darunter Bayern und Nordrhein-Westfalen - viele Anleger fehlten, schnellte der deutsche Leitindex bei hohem Umsatz um 1,8 Prozent in die Höhe auf 13.465 Punkte und schloss damit so hoch wie noch nie seiner fast 30-jährigen Geschichte. Es war der vierte Schlussrekord in Folge.

In den heutigen Handelstag dürfte der deutsche Leitindex zunächst aber schwächer starten. Vorbörslichen Indikatoren zufolge notiert das Börsenbarometer bei 13.449 Zählern und damit 16 Punkte unterhalb des gestrigen Schlussstandes.

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„Börsianer müssten derzeit den Eindruck haben, sie befänden sich in der besten aller möglichen Welten“, erklärte Finanzmarktexperte Joachim Goldberg von der Beratungsfirma Goldberg & Goldberg. Spätestens seit der EZB-Sitzung in der vergangenen Woche scheine das Risiko einer für Aktien ungünstigen geldpolitischen Entscheidung aus dem Weg geräumt. Dabei interessierten die Anleger geld- oder geopolitische Risiken kaum.

Seiner Meinung nach könnte die Rally auch noch etwas weitergehen. Zwar seien Privatanleger hoch investiert und würden nicht käufen können, sollten die Kurse nachgeben. Aber die Institutionellen haben eine sehr niedrige Investitionsquote. „Gewinnmitnahmen, die man auf dem derzeitigen Kursniveau eigentlich erwarten könnte, sind übrigens bislang ausgeblieben - ein Indiz für zu niedrige Positionen“, meint der Verhaltensökonom. „Alles in allem bedeutet das: Es tanzen noch längst nicht alle auf dem Vulkan.“

Die Sitzung der US-Notenbank Fed hat den US-Aktienmarkt zur Wochenmitte kalt gelassen. Der Dow Jones Index stieg am Mittwoch um 0,3 Prozent auf 23435 Punkte. Er hatte zuvor im frühen Handel ein Rekordhoch erreicht, ebenso wie der marktbreite S&P-500 und der technologielastige Nasdaq-100. Nach der Oktober-Rally rechnen nun immer mehr Marktakteure mit einer Rally zum Jahresende. Der S&P 500 legte um 0,2 Prozent auf 2579 Punkte zu. Der Nasdaq 100, der zuletzt drei Tage in Folge auf Rekordstände gestiegen war, schloss prozentual unverändert bei 6248 Punkten.

Die Tokioter Börse hat ihren Höhenflug am Donnerstag fortgesetzt. Ermutigende Unternehmensbilanzen trieben den Leitindex Nikkei zeitweise erneut ein 21-Jahres-Hoch. Bis zum Mittag stieg er um 0,2 Prozent auf 22.458 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,3 Prozent auf 1791 Zähler zu.


Termine heute

Die wichtigsten Termine am heutigen Handelstag: Apple legt Zahlen für das vierte Quartal vor. Anleger setzten im Vorfeld der Bilanz auf hohe Verkaufszahlen des neuen iPhones. Eine Sprecherin des Konzerns hatte zuvor gesagt, dass die Vorbestellungen für das iPhone X „durch die Decke“ gingen.

Wenn der Bekleidungskonzern Hugo Boss seine Zahlen für das dritte Quartal präsentiert, wird der Optimismus überwiegen. Die Aktien befinden sich seit einem Jahr auf Erholungskurs, woran Einsparungen und Neuausrichtung ihren Anteil haben.

Der erfolgsverwöhnte Gesundheitskonzern Fresenius dürfte am Donnerstag erneut mit wachsenden Umsatz- und Gewinnzahlen aufwarten, wenn er zusammen mit der ebenfalls im Leitindex notierten Dialysetochter Fresenius Medical Care Zahlen für das dritte Quartal vorlegen wird.

Alle großen Ölkonzerne fragen sich, wie sie mit dauerhaft niedrigen Ölpreisen zurechtkommen sollen. Ben Van Beurden, Chef des britisch-niederländischen Gemeinschaftsunternehmen Royal Dutch Shell , will darauf heute bei der Vorlage der Ergebnisse für das dritte Quartal seine Antwort geben.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse, die heute über ihr Geschäft zwischen Juli bis September berichtet, plagt sich nicht nur mit Forderungen von Hedgefonds herum, die noch aus der Zeit der Lehman-Pleite stammen. Ein aggressiver Investor würde die Bank am liebsten zerschlagen. CS-Chef Tidjane Thiam schweigt bislang dazu. Gerade erst hat er bei Anlegern vier Milliarden Franken eingesammelt.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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