Dax-Anstieg: Helikopter-Bens letzte Rally

Dax-Anstieg: Helikopter-Bens letzte Rally

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US-Notenbank-Chef Ben Bernanke hat mit dem letzten öffentlichen Auftritt seiner Amtszeit eine Börsenrakete gezündet. Mit einer Reduktion der monatlichen Wertpapierkäufe um zehn Milliarden Dollar sorge er für eine Überraschung - und neue Rekordstände an der Börse.

von Anton Riedl

Notenbank-Chef Ben Bernanke hat die letzte Kursrally seiner Amtszeit gezündet. Das Anfang Dezember angepeilte Korrekturniveau um 9.000 Punkte im Dax  hat  gehalten; der jüngste, schnelle Anstieg signalisiert, dass die Käufer wieder kommen.

Er hat es schon geschickt gemacht: Seit dem Frühjahr wurden  waren die Börsen von US-Notenbankchef  Ben Bernanke auf ein Zurückfahren der Anleihekäufe durch die Notenbank vorbereitet. Kurz  vor seinem Ausscheiden aus dem Amt des Fed-Präsidenten hat Helikopter-Ben  (der notfalls Geld aus dem Hubschrauber auf die Märkte werfen wollte) tatsächlich den Schalter umgelegt, will die Käufe von Staats- und Hypothekenpapieren um jeweils fünf Milliarden Dollar von 85 Milliarden auf 75 Milliarden monatlich kürzen. Weil viele an der Börse schlimmeres erwartet hatten,  zündete die Jahresendrally.

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Wenn nichts Gravierendes mehr passiert, dürfte 2013 mit über 20 Prozent Plus als sehr gutes Jahr in die Börsengeschichte eingehen. Vor allem, wenn man ein Jahr zurückblick, schiebt sich 2013 als ein Jahr  der positiven Überraschungen nach vorne. Denn obwohl vielfach das Ende von Europa, des Euro, der Kapitalmärkte (und mancherorts überhaupt der Welt) prognostiziert wurde, ist die Lage so düster nun auch wieder nicht: Die Wirtschaft in Europa und den USA kommt langsam in Bewegung, sogar in Krisenstaaten wie Portugal oder Irland gibt es Zeichen der Stabilisierung ­ und die Börsen jagen von einem Rekord zum nächsten.

Diese faktische Gemengelage sollten Börsenanleger erst einmal setzen lassen. Denn 20 Prozent Plus (allein im Dax sind das mehr als 100 Milliarden Euro Buchgewinn!) sind keineswegs eine Selbstverständlichkeit; vor allem, da der Aufwärtstrend eben schon seit März 2009 läuft und damals bei 3.589 Punkten begann. Seitdem sind das zumindest rechnerisch mehr als 150 Prozent Plus.

Gerade weil dieser Trend schon bald fünf Jahre läuft und mehr gebracht hat, als selbst Optimisten zu hoffen wagten, steigt derzeit wieder die Spannung und es machen ­mittlerweile wieder vermehrt Crash-Prognosen die Runde.

Und in der Tat: So einfach nach oben schreiben dürften sich die Trends 2014 nicht. Ausführlich können Sie in der Jahresschluss-Ausgabe der Wirtschaftswoche lesen, an welche Grenzen des Wachstums das Börsenumfeld allgemein stößt und welche Chancen die 30 Dax-Aktien bieten. Wir haben jeden Dax-Wert unter die Lupe genommen. Zu den Kaufkandidaten zählen Daimler, Münchener Rück und SAP.

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Die US-Notenbank will die Geldflut langsam eindämmen. Diese Ankündigung treibt die Kurse an den Aktienmärkten weltweit wieder hoch. Auch den Dax beflügelt die Nachricht. Verlierer sind Gold-Anleger.

Feierstimmung am deutschen Aktienmarkt. Die US-Notenbank hat Klarheit geschaffen. Quelle: dpa

Die Liquidität dürfte zwar großzügig bleiben, weitere Spritzen allerdings (vielleicht von der EZB) sollten nur noch in kleinen Dosen verteilt werden – also die großen Phantasie für noch mehr Geld ist dahin. Ob andererseits gleich die Angst vor einem geldpolitischen Rollback realistisch ist, bleibt abzuwarten. Die nur langsame Erholung des amerikanischen Arbeitsmarkts und die zum Teil zähe Entwicklung in den europäischen Krisenstaaten sprechen eher dafür, dass es keine schnelle Zinswende am kurzen Ende gibt. Und am langen Ende könnte zwar der zuletzt eingeleitete Zinsanstieg weitergehen, eine scharfe Aufwärtsbewegung ist aber ohne Segen der Notenbanken wenig wahrscheinlich.

Das Gewinnwachstum der Unternehmen setzt sich nach den bisher vorliegenden weichen Prognosen und harten Auftragseingänge fort. Es dürfte nicht zweistellig ausfallen, aber ein Zuwachs im hohen einstelligen Bereich ist realistisch.

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