Dax-Ausblick: Notenbanken wirbeln den Börsen-Herbst durcheinander

Dax-Ausblick: Notenbanken wirbeln den Börsen-Herbst durcheinander

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In den kommenden Monaten dürften es vor allem die Notenbanken sein, die die Kurse an den Börsen kräftig durcheinanderpusten.

von Saskia Littmann

Im Moment fehlen den Börsen nennenswerte Impulse, der Dax macht Sommerpause. Langweilig dürfte der Herbst trotzdem nicht werden, und daran sind vor allem die Notenbanken Schuld.

Seit dem Bernanke-Tief im Juni hat der Dax sich wieder erholt und die 8000-Punkte-Marke deutlich übersprungen. Dennoch scheinen den Anlegern richtige Impulse zu fehlen, weder die aktuelle Berichtssaison noch jüngste Konjunkturdaten konnten das Dax-Schiff so richtig vom Fleck bewegen. Schuld daran sind die Notenbanken, sie haben die Märkte in ihren Bann gezogen. Diese sind abhängig von den Signalen der Zentralbanker und halten sich in Lauerstellung. Das Bernanke und Co die Börsen auch in den kommenden Wochen im Griff haben dürften, zeigt der Ausblick auf den Börsen-Herbst.

Zunächst droht dem Dax weiterhin eine Seitwärtsbewegung. Ein baldiger Sprung über die 8500 Punkte-Marke ist für Andreas Hürkamp, Aktienstratege bei der Commerzbank, unwahrscheinlich. Es fehlten vor allem Impulse aus den Bilanzen der Unternehmen. „Die Gewinnerwartungen der Unternehmen im Dax könnten in den kommenden Monaten nochmals um bis zu fünf Prozent fallen“, sagt Hürkamp. Es  sei daher möglich, dass der Dax sich auch noch mal zur 200-Tage-Linie bei 7800 Punkten hinbewegt.   

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Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Mit den aktuellen Quartalszahlen, die die Unternehmen gerade nach und nach veröffentlichen, sind die Analysten nur bedingt zufrieden. Die meisten positiven Nachrichten habe der Markt bereits eingepreist, die Unternehmen müssten weitere Fortschritte melden, um die aktuellen Preisen an den Börsen zu rechtfertigen, sagt Christian Schmidt, Marktanalyst der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen. Noch bis Mitte August legen die Unternehmen ihre Zahlen vor. Insbesondere die wirtschaftliche Schwächephase Chinas und die Unsicherheit in Europa sorgen dafür, dass viele Konzerne enttäuschen. Beispiel Siemens: Zwar verkünden die Münchener erst am nächsten Donnerstag ihre aktuellen Zahlen fürs zweite Quartal, schockten aber schon an diesem Donnerstag die Anleger mit einer Gewinnwarnung. Vorzeitig kassierte der Konzern sein Renditeziel für 2014, eine operative Marge von zwölf Prozent, wieder ein.

Konjunkturdaten ohne Einfluss

Nicht nur Unternehmenszahlen haben kaum nennenswerte Impulse auf die Kurse. Auch von Konjunkturdaten lassen sich die Investoren oft kaum beeinflussen. Während Volkswirte den dritten Anstieg des ifo-Index in Folge am Donnerstag zum Anlass für Optimismus nahmen – „am Konjunkturhimmel zeigen sich nur wenige Wolken“, sagte ifo-Ökonom Kai Carstensen - reagierte der Dax kaum. In den USA wurden positive Konjunkturdaten von den Investoren sogar schon als negativ bewertet, da sie das Ende der lockeren Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed aus der Sicht der Analysten wahrscheinlicher machen.

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