Daimler
Viel ist von BMW die Rede, noch mehr von Audi, wenn es um die Verkaufserfolge der Oberklasse-Automobile geht. Etwas stiefmütterlich wird dagegen Daimler beachtet. Das schlug sich auch an der Börse nieder: Die Kursperformance der Stuttgarter war in den vergangenen zwölf Monaten deutlich schlechter als diejenige der anderen deutschen Autobauer. Bei Licht betrachtet zu Unrecht. Denn auch Mercedes lieferte fleißig Wagen, Busse und Vans in alle Welt und tariert dabei seine geografischen Risiken fein aus.
Jeweils rund ein Fünftel seiner Erlöse erzielte der Konzern zuletzt in Asien, den USA, in Deutschland, in Westeuropa (ohne Deutschland) und im Rest der Welt. In der Produktpalette ist noch Luft für kleinere Modelle, die sich die anderen Premiumhersteller mit Mini, 1er, A1 & Co. ja schon teuer bezahlen lassen. Zudem lassen die Spritverbräuche im Vergleich noch zu wünschen übrig. Trotz allem glänzt der Stern nicht so matt, wie die derzeitige Börsenbewertung von 35 Milliarden Euro signalisiert. Demnächst entledigt sich Daimler der Hälfte seines Anteils (15 Prozent) am Luftfahrtkonzern EADS. Das befreit und setzt Mittel frei. Die Dividendenrendite ist nicht zu verachten, Anleger kaufen an schwachen Tagen einige Stücke.