Fresenius Medical Care (FMC)
Der Bedarf, schwer nierenkranken Menschen durch eine Dialyse (Blutwäsche) zu helfen, wächst weiter. In den Industrieländern nimmt die Zahl älterer Menschen zu; in den Schwellenländern können sich viele Kranke dank mehr Wohlstand eine Behandlung leisten. FMC ist weltweit führend bei der Dialyse. Derzeit versorgt das Unternehmen 230 000 Patienten, neun Prozent mehr als vor einem Jahr.
FMC expandiert stark durch Zukäufe. 2011 übernahmen die Bad Homburger zwei kleinere Konkurrenten in den USA, dem wichtigsten Markt für das Unternehmen – deshalb wird auch in Dollar bilanziert. Fast 13 Milliarden Dollar hat FMC im abgelaufenen Jahr umgesetzt, 2012 können es mehr als 14 Milliarden Dollar werden. Bis 2020 versprechen die FMC-Manager pro Jahr durchschnittlich rund sechs Prozent mehr Umsatz. Das entspricht etwa dem bisherigen Wachstumstempo. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Geschäftsvolumen verdreifacht, die Gewinne haben sich vervierfacht – auch wenn es 2011 nur 1,07 Milliarden Dollar statt wie angepeilt 1,09 Milliarden geworden sind.
Offene Flanke von FMC ist die Verschuldung, die etwa beim 2,8-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation liegen. Standard & Poor’s bewertet FMC als spekulatives Unternehmen. Die stabilen Einnahmen aus dem laufenden Geschäft begrenzen allerdings das Risiko. Billig ist die Aktie nicht mehr, deshalb nur an schwachen Tagen nachfassen.