Fresenius
Um sechs Prozent, so eine Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger, legt der weltweite Gesundheitsmarkt pro Jahr zu. Durch mehr Kaufkraft, medizinischen Fortschritt und eine immer älter werdende Bevölkerung kann sich das jährliche Gesamtvolumen medizinischer Produkte und Leistungen von derzeit 5,7 Billionen Dollar bis zum Jahr 2030 auf 20 Billionen Dollar erhöhen. Dieser große Trend macht die Aktien des Gesundheitskonzerns Fresenius, der 2012 rund 18 Milliarden Euro umsetzen dürfte, zu einem aussichtsreichen Investment.
Gut die Hälfte zum Fresenius-Umsatz steuert die ebenfalls im Dax notierte Tochter FMC bei (siehe dort), die als Dialyse-Marktführer vor Rekordzahlen steht. Mit Zukäufen von FMC-Aktien hält der Mutterkonzern Fresenius seinen Anteil stabil bei über 30 Prozent und sichert sich damit » » die entscheidende Mehrheit. Ebenfalls zulegen wird der Geschäftsbereich Kabi (Infusionen, intravenös verabreichte generische Arzneimittel, klinische Ernährung). Hier zahlt sich der Zukauf des amerikanischen Generikaherstellers APP Pharmaceuticals aus. Kabi dürfte 2012 ein Viertel zum Fresenius-Umsatz beisteuern.
Drittes Standbein ist die Krankenhaussparte Helios. Durch Übernahmen (zuletzt die norddeutsche Klinikgruppe Damp und die Mehrheit am Katholischen Klinikum Duisburg) steigt Helios zum größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands auf. 2012 stehen weitere Zukäufe auf dem Plan. Mit der guten Entwicklung von Kabi und Helios gleicht Fresenius die bisherige Dominanz des Dialysegeschäfts aus. Für Anleger ist das ein Vorteil, der das Risiko eines Investments in Fresenius-Aktien um eine Stufe senkt.