Siemens
Wer passiven Indexfonds (ETFs) misstraut, kann sich auch einfach die Aktien von Siemens ins Depot legen. Keine andere Dax-Aktie läuft auf Dauer so ähnlich wie der Dax: 2011 betrug die Korrelation zwischen dem Kursverlauf von Siemens und dem des Dax fast eins (0,96). 2012 könnte sich das aber ändern. Denn der Münchner Konzern steht insgesamt besser da als die meisten Unternehmen im Auswahlindex. Siemens spürte im vierten Quartal (bis 30. September) zwar auch die bevorstehende Konjunkturabschwächung, allerdings weit glimpflicher als erwartet. So sank der berichtete Auftragseingang um 2,0 Prozent; währungsbereinigt legte er leicht zu auf 21,16 Milliarden Euro.
Der Umsatz stieg, dank eines guten Industrie- und Energiegeschäfts, sogar nochmals an; währungs- und portfoliobereinigt um 9,0 Prozent auf mehr als 20 Milliarden Euro. Weiter positiv: die sogenannte Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis neuer Aufträge zum aktuellen Umsatz, liegt deutlich über eins und signalisiert, dass Siemens auch 2012 gut ausgelastet sein wird. Auch wenn Aufträge im Fall eines weltweiten Abschwungs natürlich storniert werden könnten: Krise oder gar Konjunktureinbruch sehen anders aus. Nur der Gewinn blieb zuletzt mit 1,23 Milliarden Euro leicht hinter den Erwartungen. Schuld waren Abschreibungen im Gesundheitssektor.