Dax: Dax fällt auf tiefsten Stand seit Januar

Dax: Dax fällt auf tiefsten Stand seit Januar

Zu Jahresbeginn hatte die Geldflut der EZB die Kurse am deutschen Aktienmarkt in Rekordhöhen getrieben. Im April aber drehte die Stimmung. Seitdem geht es wieder abwärts.

Die Sorgen vor einer globalen Konjunkturabkühlung haben beim Dax am Donnerstag erneut deutliche Spuren hinterlassen: Der deutsche Leitindex fiel unmittelbar nach Handelsbeginn auf den tiefsten Stand seit Ende Januar. Das Börsenbarometer orientierte sich dabei an den weiteren Verlusten an den asiatischen Aktienmärkten, vor allem in China. Am Vormittag erholte sich der Dax minimal und notierte 0,68 Prozent im Minus bei 10 609,85 Punkten.

Das Börsenbarometer hatte zu Jahresbeginn noch deutlich von der sehr lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank profitiert und im April bei 12 390 Punkten sein Rekordhoch erreicht. Danach bröckelte der Dax nach und nach ab, nicht zuletzt unter dem Eindruck der wieder aufgeflammten Staatsschuldenkrise in Griechenland. Zuletzt lastete insbesondere die Sorge um Chinas Wirtschaft auf den Kursen.

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Der MDax der mittelgroßen Werte büßte am Donnerstag 0,74 Prozent auf 20 245,82 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,22 Prozent auf 1727,08 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab es einen Abschlag von 0,39 Prozent.

Auch das am Mittwochabend veröffentlichte Protokoll der Sitzung der US-Notenbank Fed vom 28. und 29. Juli sorge zunächst offenbar nicht für Entspannung an den Börsen, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Das Protokoll gab keinen klaren Hinweis auf den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung in den USA nach der Finanzkrise.

Am deutschen Aktienmarkt gehörten die konjunktursensiblen Werte einmal mehr zu den größten Verlierern. So büßten Papiere aus der Automobilbranche wie etwa BMW, Volkswagen oder Continental bis zu 1,66 Prozent ein.

Riedls Dax-Radar Gute Basis für steigende Kurse

Die Aussicht auf eine politische Lösung der Griechenland-Krise und der Mix aus niedrigen Zinsen, billigem Öl und schwachem Euro beflügeln deutsche Aktien.

Quelle: REUTERS

Im MDax profitierten die Kion-Aktien von einem optimistischen Kommentar der französischen Großbank Societe Generale. Die Papiere des Gabelstaplerherstellers stiegen um 0,61 Prozent.

Erfreuliche Nachrichten gab es von Sixt: Deutschlands größter Autovermieter hat seine Jahresprognose angehoben und zudem gute Geschäftszahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Die Stammaktien von Sixt stemmten sich gegen den negativen Trend am Gesamtmarkt und rückten um 0,12 Prozent vor.

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