Dax-Geburtstag: Langfristig fast durchweg positiv

Dax-Geburtstag: 25 Jahre Dax - Rendite ohne Inflationssorgen

Langfristig fast durchweg positiv

Der Arbeitskreis Aktienindizes, dem neben Vertretern der Deutschen Börse auch in- und ausländische Banken angehören, berät nämlich alle drei Monate darüber, welche Aktien im Index verbleiben und welche ihn verlassen müssen. Zudem rücken für Aktien, die etwa durch Übernahme, Pleite oder Einstellung der Aktiennotierung von der Börse verschwinden, immer wieder andere Unternehmen nach, die im Hinblick auf Marktkapitalisierung und Aktienhandelsumsatz ausreichend Gewicht auf die Waage bringen. Somit ist einerseits dafür gesorgt, dass sich der Dax immer wieder auffrischt und andererseits der Aktienhandel mit Dax-Werten immer liquide bleibt, so dass ein Kauf- und Verkauf jederzeit möglich ist.

Dax-Jubiläum Ur-Dax schlägt Dax 30

Seit Juli 1988 gewann der regelmäßig aktualisierte Index 610 Prozent. Mit dem Ur-Dax hätten Anleger noch mehr verdient.

Eine schöne Sache: Der Dax feiert seinen 25. Geburtstag auf dem Gipfel. Quelle: dapd

Das Investmenthaus Fidelity Worldwide Investment hat in einer Analyse errechnet, dass dabei weniger der optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkt über den Erfolg eines Dax-Investments entscheiden, sondern vielmehr die Ausdauer der Anleger. Demnach habe sich ein Investment in den Dax ab einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren fast immer ausgezahlt. Die Fidelity-Analysten haben exemplarisch ausgerechnet, welche durchschnittliche Jahresrendite eine Wette auf den Dax abhängig von der Haltedauer bis zum 26. Juni 2013 gebracht hätten, wenn der Einstieg zum Jahrestief, zum Jahreshoch oder einfach am ersten Handelstags eines Jahres erfolgt wäre.

Dax-Einstieg vor…

Jährliche Rendite bei Einstieg zum niedrigsten Jahresstand
nominell und (inflationsbereinigt)

Jährliche Rendite bei Einstieg bei Einstieg zu beliebigem Zeitpunkt*

nominell und (inflationsbereinigt)

Jährliche Rendite bei Einstieg zum höchsten Jahresstand

nominell und (inflationsbereinigt)

…25 Jahren (1988)

8,50 %
(6,38 %)

8,47 %
(6,35 %)

7,75 %
(5,65 %)

…20 Jahren (1993)

8,33 %
(6,49 %)

8,32 %
(6,48 %)

6,77 %
(4,96 %)

…15 Jahren (1998)

4,66 %
(3,10%)

4,16 %
(2,60 %)

1,71 %
(0,19 %)

…10 Jahren (2003)

12,77 %
(10,94 %)

10,11 %
(8,33 %)

7,63 %
(5,89 %)

*Gewählt wurde in diesem Berechnungsbeispiel der jeweils erste Handelstag eines Jahres.
Durchschnittswerte; unterstellter Verkaufszeitpunkt: 26.06.2013 (Dax-Schlussstand: 7990 Punkte)
Grün = höchster Wert; rot = niedrigster Wert
Quelle: Fidelity Worldwide Investment / Morningstar

Fazit der Fidelity-Rechnung: Anleger hätten in jedem Fall Gewinn gemacht. Im günstigsten Fall lag die Rendite pro Jahr bei 12,8 Prozent, im ungünstigsten Fall bei 1,7 Prozent. Ein Einstieg vor 25 Jahren hätte selbst zum ungünstigsten Zeitpunkt bis zum vergangenen Donnerstag immer noch 7,75 Prozent Gewinn pro Jahr abgeworfen.

Dax-Chronik 2000 bis 2007: Einmal Rekord und zurück

  • 7. März 2000

    Der Dax erreicht ein Rekordhoch von 8136,16 Punkten. Händler begründen die Euphorie mit Fusionsfieber. Ein geplanter Zusammenschluss der Deutschen mit der Dresdner Bank scheitert aber. Die Dresdner Bank geht an die Allianz, die sie im Mai 2009 an die Commerzbank weiterreicht.

    Quelle: rtr, dpa

  • 12. März 2000

    Auf dem Höhepunkt der Börseneuphorie wird die Chip-Tochter von Siemens, Infineon, zu einem Emissionspreis von 35 Euro an den Anleger gebracht. Die Platzierung ist 33fach überzeichnet. Beim Börsendebüt am nächsten Tag erreicht die Aktie in der Spitze knapp 85 Euro. Heute notieren die Infineon-Titel bei 6,60 Euro. Danach beginnt eine langjährige Abwärtsbewegung, die von den Anschlägen in New York und Washington am 11. September 2001 verschärft wird.

  • 12. März 2003

    Der Dax rutscht unter 2200 Punkte und notiert damit so tief wie zuletzt im November 1995. Im Laufe des Jahres dreht er. Mit der Erholung der Weltwirtschaft in den Folgejahren wächst auch das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

  • 1. Juni 2007

    Erstmals seit März 2000 steigt der Dax wieder über 8000 Punkte.

  • 13. Juli 2007

    Mit 8151 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein.

  • 16. Juli 2007

    Der Dax erreicht seinen bis dahin höchsten Schlussstand mit 8105,69 Zählern. Dann platzt die Immobilienblase in den USA - und löst eine globale Kettenreaktion aus

Natürlich spiegeln die Zahlen nicht die ganze Anlegerrealität wider. In der Beispielberechnung profitieren Anleger nämlich auch von den Ausschüttungen an die Aktionäre, den Dividenden. In die Berechnung des Dax fließen diese mit ein, so als würden die Dividenden wieder in Dax-Papiere investiert. Deshalb wird der Dax als Performance-Index bezeichnet. Der US-Indes Dow Jones ist hingegen ein Kursindex und lässt Dividenden unberücksichtigt.

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