DAX-Radar: Kampf um 7000 Punkte – und mehr

DAX-Radar: Kampf um 7000 Punkte – und mehr

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Ein Prosit! Anleger können auf den Dax anstoßen – er steht bei der psychologisch wichtigen Marke von 7000 Punkten.

von Anton Riedl

Ist die Hausse-Entscheidung nun gefallen? Erst wenn der Dax die 7000er-Marke deutlich hinter sich lässt. Die Chancen dafür stehen gut.

Geht man nach den allgemeinen Meldungen, kommen schon wieder neue Schockwellen auf die Anleger zu: Riesige Löcher wurden plötzlich in den Bankbilanzen entdeckt; Summen, doppelt so groß wie in den schwersten Stunden des Finanzcrash 2008. Und, was macht die Börse? Sie steigt.

Mehr noch: Ausgerechnet Banken und Finanzwerte aus Europa haben sich in den vergangenen Wochen und Monate deutlich stabilisiert. Weniger die Deutsche Bank, die Commerzbank schon gar nicht. Aber französische Häuser wie die BNP oder – man glaubt das ja kaum – spanische Banken!

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Würde man nur nach dem Kursverlauf, dem Chart gehen, dann gäben spanische Banken wie die Santander oder die Bilbao nach klassischer Lesart (Abwärtstrend erfüllt, kleiner Doppelboden) klare Kaufsignale. Der europäische Branchenindex Stoxx 600 Banken steckt mitten in der Bodenbildung und dürfte bald nach oben drehen.

Blog Riedls Dax-Radar

Unser Autor bloggt dreimal wöchentlich über die aktuellen Entwicklungen im wichtigsten deutschen Aktienbarometer. Lesen Sie, wohin es laut Anton Riedl mit dem Dax geht.

Anton Riedl Quelle: Frank Schemmann für WirtschaftsWoche

Krisenbarometer signalisieren Entspannung

Und die positiven Signale gehen weiter: Ganz wichtig und kaum bemerkt – der amerikanische S&P 100 (also nicht der träge 500er und auch nicht der altmodische Dow) hat ein neues, mittelfristiges Hoch erreicht. Krisenbarometer wie der V-Dax geben deutlich nach, die Umlaufrendite sieht nach zweimaligem Tiefentest um 0,9 Prozent gefährlich nach Wende aus, der Bund-Future ist angebrannt – Anleihen-Investoren, seht euch vor!

Einerseits neue, schwere Krisenmeldungen (die Angst vor dem Abkippen der Wirtschaft kommt ja noch hinzu) – andererseits ungewöhnlich stabile Aktienmärkte. Diesen Befund muss man sich deutlich vor Augen halten. Denn normalerweise sind solche Konstellationen nichts anderes als die Endphase einer Bodenbildung vor Beginn einer längeren Hausse – jedenfalls, wenn es nach Börsenregeln geht, die sich in Jahrzehnten bewährt haben.

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