Dax-Rekord: Börsen-Rekordlaune mit Stirnrunzeln

Dax-Rekord: Börsen-Rekordlaune mit Stirnrunzeln

Er hat es schon wieder getan: Der Börsenindex Dax markiert ein neues Allzeithoch, auch andernorts werden Rekordmarken erreicht, nur leider aus den falschen Gründen. Die Luft für Anleger wird dünner.

Es ist eine Börsenrally mit Ansage: Schon im Sommer sagten Experten wie Robert Halver von der Baader Bank eine Börsenrally zum Jahresende voraus, die den deutschen Aktienindex Dax auf ein neues Rekordhoch in den Bereich von 9000 Punkten führen könnte. Gestern markierte er mit 8947 Punkten zum Handelsschluss einen neues Allzeithoch. Im Tagesverlauf war er mit 8987 Punkten der technisch bedeutungslosen aber psychologisch reizvollen Marke von 9000 Punkten bis auf 13 Zähler nahegerückt.

Die Voraussetzungen für den Höhenflug waren günstig – das war lange klar. Der nachlassende Schrecken der Schuldenkrise in der Euro-Zone, die langsame Erholung Konjunktur, ein stabiles Wachstum in China bereiteten den Boden. Aber letztlich sorgte vor allem der Arbeitsmarktbericht aus den USA für neue Börsenrekorde bei Dax, Mdax und dem breiten US-Aktienindex S&P 500 für neue Höchststände – weil er enttäuschend ausfiel.

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Neuer Rekord: Dax nähert sich 9.000er Marke

Es ist eine Börsenrally aus den falschen Gründen. Denn weil die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten für September enttäuschte, zogen die Anleger für sich einen positiven Schluss daraus: Die Geldpolitik der US-Notenbank wird wohl doch länger als zunächst befürchtet den Markt mit zusätzlicher Liquidität versorgen. Die monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 85 Milliarden Dollar werden nach Einschätzung von Börsianern wohl frühestens 2014 zurückgefahren. "Die Geldflut wird uns vermutlich bis ins erste Quartal 2014 erhalten bleiben", erklärte ein Börsianer die Reaktion der Anleger auf die unerwartet schwachen Zahlen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Nachdem US-Notenbankchef Ben Bernanke schon vor Monaten angekündigt hatte, dass das Zurückfahren des Ankaufsprogramms – das sogenannte Tapering - in absehbarer Zeit beginnen könnte, hatten viele Beobachter bereits zum Jahresende damit gerechnet. Nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten sagte Rainer Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus: "Damit dürfte für viele Investoren klar sein, dass die Fed die US-Wirtschaft erst einmal weiter unterstützen wird."

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