Depotstrategie: Solide Rendite, ruhiger Schlaf

Depotstrategie: Solide Rendite, ruhiger Schlaf

von Niklas Hoyer

Mit der richtigen Mischung aus Aktien, Anleihen, Tagesgeld und Gold fahren Anleger dauerhaft gut.

Die größten Gefahren für Anleger sind Angst und Gier. Wer ängstlich ist, geht kein Risiko ein und erzielt kaum Rendite. Gierige Anleger blenden Risiken aus, werden übermütig und machen Gewinne wieder zunichte. Eine gute Anlagestrategie ist, das Vermögen nach festen Quoten auf verschiedene Anlagen zu verteilen. So werden Risiken abgefedert, Angst oder Gier bekommen keine Chance, und am Ende steht eine ordentliche Rendite. Ein Großteil des Vermögens wird in Aktien und Anleihen investiert, der Rest geht in Tagesgeld und Gold (siehe Grafik).

Anlageaufteilung für ein breit gestreutes Mischdepot und wie viele Gewinn einzelne Anlageklassen und das Mischdepot gebracht haben Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen

Anlageaufteilung für ein breit gestreutes Mischdepot und wie viele Gewinn einzelne Anlageklassen und das Mischdepot gebracht haben (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik)

Bild: Bloomberg, eigene Berechnungen

Mit einer solchen Strategie, von der WirtschaftsWoche mehrfach vorgestellt (zum Beispiel Ausgaben 27/2009 und 3/2012), sind Anleger gut durch die Krisenjahre gekommen. Seit Anfang 2008 brachte ihnen das Mischdepot – trotz Lehman-Pleite, Finanz-, Euro- und Staatsschuldenkrise – knapp 38 Prozent Gewinn, immerhin 6,2 Prozent Rendite pro Jahr. Wer erst 2009 einstieg und seine Aktien damit deutlich günstiger kaufte, liegt heute fast 51 Prozent vorn. Pro Jahr hätte ihm das Depot 9,9 Prozent Gewinn gebracht.

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Die Berechnung geht davon aus, dass der Anleger jeweils zum Jahreswechsel die Depotanteile wieder auf das Ausgangsniveau bringt. Sind die Aktienkurse zum Beispiel gestiegen, verkauft er Aktien. Sind sie gefallen, kauft er Aktien günstiger nach. So schützen sich Anleger vor prozyklischem Verhalten, also Käufen auf den Hochs und Verkäufen im Tief. Tatsächlich zeigt sich, dass diese Depotanpassungen langfristig vorteilhaft sind – auf Sicht mehrerer Jahre sind Anleger immer besser gefahren als ohne Anpassungen. Sie nehmen Gewinne mit und schützen sich vor Klumpenrisiken. Beispiel: Die Anpassung bewahrte Anleger in diesem Jahr davor, dass der sinkende Goldpreis stark auf ihr Depot durchschlug. Hätten sie die Anteile nie angepasst, wäre der Goldanteil im Depot seit 2008 von 25 auf zwischenzeitlich 39 Prozent zu Jahresanfang 2013 gestiegen, der Goldcrash hätte sie dieses Jahr bislang fünf Prozent des Depotwerts gekostet. Dank der jährlichen Anpassung betrug das Minus nur drei Prozent (die übrigen Anlagen haben diesen Verlust ausgeglichen). Dass Gold ein wichtiger Baustein ist, steht ohnehin fest: Seit 2008 brachte es 89 Prozent Ertrag, mehr als jede andere Anlage im Depot.

Risikofreudige Anleger könnten versucht sein, nur auf Aktien zu setzen. Schließlich liegt deren Gesamtgewinn seit 2009 immer über dem des Mischdepots. Doch die meisten fahren mit dem Mix besser. Er schützt vor Panikverkäufen und schont die Nerven: Als der Dax 2008 rund 40 Prozent und 2011 fast 16 Prozent verlor, federte das Mischdepot die Verluste jeweils ab. Im Krisenjahr 2008 büßten Anleger nur knapp neun Prozent ein. 2011 gingen sie sogar mit einem Prozent plus aus dem Rennen. So ist auch der ruhige Schlaf gesichert.

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