Derivate: Risiken wegen Börsenturbulenzen steigen weiter

Derivate: Risiken wegen Börsenturbulenzen steigen weiter

, aktualisiert 02. November 2011, 15:30 Uhr
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Die Nervosität an den Märkten ist vielen ins Gesicht geschrieben.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Risiken für Zertifikate sind weiter erhöht, solange die Nervosität an den Kapitalmärkten nicht nachlässt. Ende September entfielen 12,6 Prozent des Volumens am Derivatemarkt auf die risikoreichsten Produktklassen.

FrankfurtDie anhaltende Nervosität an den Kapitalmärkten hat die Risiken von Zertifikaten und Hebelprodukten weiter erhöht. „Die negative Entwicklung der Aktienkurse und die damit einhergehenden gestiegenen impliziten Volatilitäten haben die Zertifikaterisiken weiter steigen lassen“, schrieb das Analysehaus European Derivatives Group (EDG) in seinem monatlich erscheinenden Risiko-Report.

Das Risiko eines Zertifikates oder Knock-Out-Hebelproduktes bleibt nicht konstant, sondern ändert sich abhängig vom Marktumfeld. Dadurch verschieben sich die Marktanteile, welche die unterschiedlich riskanten Papiere am gesamten Derivatemarkt haben. Den Einfluss von Umschichtungen und Neuinvestitionen durch Anleger auf diese Entwicklung schätzt die EDG als vergleichsweise gering ein.

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Ende September entfielen dem Bericht zufolge 12,6 Prozent des ausstehenden Volumens am Derivatemarkt auf die beiden risikoreichsten von insgesamt fünf Produktklassen. Ende August waren es noch 11,2 Prozent gewesen. Gleichzeitig hat aber auch der Anteil der risikoärmsten Produkte deutlich zugenommen. Er stieg auf 58,4 Prozent von 54,2 Prozent Ende August.

Die EDG führt dies jedoch nicht auf die Marktentwicklung zurück, sondern darauf, dass im September üblicherweise die Laufzeiten vieler Zertifikate enden. „Da die niedrigste Risikoklasse Eins anders als höhere Klassen maßgeblich von langlaufenden Produkten wie zum Beispiel Strukturierten Anleihen geprägt ist, erhöht sich der prozentuale Anteil dieser Risikoklasse am Gesamtmarkt bei nahezu konstantem Volumen“, hieß es von dem Analysehaus.

Die EDG misst die Risiken von Basiswerten und Zertifikaten anhand des Value at Risk (VaR). Diese Kennzahl gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Investment in einem bestimmten Zeitraum einen bestimmten Verlust nicht überschreiten wird. Für den September-Report hat die EDG rund 305.000 Zertifikate und 400.000 Hebelprodukte analysiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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