
FrankfurtVor neuen Anleihe-Emissionen Spaniens ist der Bund-Future heute wenig verändert in den Handel gestartet. Der Terminkontrakt auf die zehnjährige deutsche Bundesanleihe notierte mit 140,50 Punkten zwei Ticks höher.
Spanien will über zwei-, drei- und fünfjährige Anleihen ein bis zwei Milliarden Euro aufnehmen. Dabei dürften die Zinsen und damit die Refinanzierungskosten auf ein Rekordniveau steigen. Zudem wird erwartet, dass Spanien für seine Banken Hilfe beantragt und diese genauer beziffert. Die EU hat dem Land ein Volumen von bis zu 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Spekulationen über Ankäufe von Staatsanleihen Spaniens und Italiens am Sekundärmarkt durch die Rettungsschirme EFSF und ESM machten weiter die Runde. Italien hatte beim G20-Gipfel im mexikanischen Los Cabos vorgeschlagen, dass die Fonds Schuldenpapiere angeschlagener Staaten wie Spanien oder Italien am Sekundärmarkt kaufen und damit für sinkende Zinskosten sorgen könnten. Die Renditen der Anleihen beider Länder zogen allerdings im frühen Handel wieder etwas an, nachdem sie am Vortag eingebrochen waren.
Deutschland ist unterdessen in den vergangenen Tagen an den Rentenmärkten stärker in den Fokus gerückt. „Ein Ausfall oder Austritt eines Euro-Landes hätte auch für Deutschland Folgen“, erklärte ein Börsianer. „Eine Frage, die man sich mittlerweile stellen muss, ist, ob die Ratingagenturen nicht langsam die Geduld verlieren und auch die verbliebenen Top-Bonitäten in Sippenhaft nehmen.“
Außer Spanien wollen auch andere Länder am Donnerstag an das Geld der Anleger kommen. So will Frankreich bis zu zehn Milliarden Euro über diverse Laufzeiten einsammeln. Auch Großbritannien begibt neue Anleihen im Volumen von 3,25 Milliarden Pfund.























