Deutsche Annington: Schwaches Börsendebüt befürchtet

Deutsche Annington: Schwaches Börsendebüt befürchtet

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Die Angebotsphase der Deutschen Annington läuft sehr schleppend

Am 3. Juli will die Deutsche Annington an die Börse gehen. Doch die Angebotsphase für die neuen Aktien des größten deutschen Wohnungskonzerns läuft äußerst schleppend.

Die wackelige Stimmung am Aktienmarkt ist offenbar alles andere als optimal für Börsenneulinge. Schon der Börsengang von Gabelstaplerhersteller Kion verlief recht holprig, auch wenn der Sprung auf das Handelsparkett zunächst gelang. Zum Handelsschluss des ersten Börsentages rutschte die Aktie dennoch unter ihren Ausgabepreis von 24 Euro je Aktie. Ein ähnliches Schicksal droht nun dem Schwergewicht Deutsche Annington, die am Mittwoch, 3. Juli, ihr Börsendebüt feiern will. Denn die Angebotsphase für die neuen Aktien des größten deutschen Wohnungskonzerns läuft äußerst schleppend.

Am 2. Juli endete die Zeichnungsfrist. Üblicherweise können sich in dieser Zeit Investoren um Aktienpakete bewerben und ein Preisangebot für die Wertpapiere innerhalb der festgelegten Preisspanne abgeben. In für Börsengänge günstigen Zeiten übersteigt die Nachfrage das Angebot oftmals um ein Vielfaches, die Aktien werden am oberen Ende der Preisspanne – also zum Höchstpreis – zugeteilt. Bei den Aktien der Deutschen Annington liegt die Nachfrage der Investoren jedoch noch unter der Zahl der angebotenen Aktien, wie zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters sagten. "Viele Investoren warten bisher vergeblich auf die Botschaft, dass das Orderbuch schon einmal gefüllt ist", sagte einer der Insider. "Selbst die angelsächsischen Investoren sind sehr preisempfindlich geworden", hieß es in den Kreisen.

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Terra Firma gibt sich gelassen

Deutsche Annington hatte die Preisspanne auf 18 bis 21 Euro festgesetzt, selbst am unteren Ende wäre das nur ein geringer Abschlag auf den Substanzwert (Net Asset Value, kurz NAV) des Unternehmens. Die großen deutschen Fondshäuser winken bei der Aktie reihenweise ab, wie aus Finanzkreisen verlautete. "Der faire Preis würde nach unserer Einschätzung bei 16,38 Euro liegen", hieß es von einer Gesellschaft. "Eine Verlängerung der Zeichnungsfrist bringt gar nichts", sagte ein Beteiligter. "Zu 17 Euro ließen sich die Aktien platzieren, aber ich weiß nicht, ob Terra Firma sich darauf einlässt."

Der Annington-Eigentümer Terra Firma gibt sich noch gelassen: Angesichts der Resonanz der Investoren gebe es keinen Grund, über eine Senkung der Preisspanne nachzudenken, hieß es im Umfeld des Finanzinvestors. Sollten die Aktien am unteren Ende der Preisspanne platziert werden, läge das Emissionsvolumen bei einer Milliarde Euro. Deutsche Annington wollte sich am Montag nicht äußern.

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Obwohl der Börsengang der Deutschen Annington zu den größten der vergangenen Jahre am Finanzplatz Frankfurt zählt und die Aktien zeitweise schon als Dax-Kandidat gehandelt wurde, kündigt sich somit Ernüchterung an. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Lang & Schwarz können Anleger die Aktie ebenfalls nur für 18 Euro pro Stück erwerben – und damit am unteren Ende der Preisspanne. Damit wächst die Gefahr, dass das Papier am ersten Handelstag unter den Ausgabepreis rutscht – insbesondere im derzeitigen Umfeld schwankungsfreudiger Börsenkurse.

Beim jüngsten Börsenstart eines Immobilienunternehmens, der LEG im Februar, war der erste Handelstag ebenfalls schon mau verlaufen, obwohl Immobilien-Investments grundsätzlich bei Anlegern gefragt sind. Die LEG-Aktie konnte am ersten Handelstag nur mit Mühe ihren Ausgabepreis verteidigen.

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