Deutsche-Börse-Betriebsrat: Fusion "wird in hohem Maße Arbeitsplätze vernichten"

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Die Plastiken von Bulle und Bär

von Annina Reimann

Der Betriebsrat der Deutschen Börse rebelliert gegen die Konsequenzen der geplanten Fusion und stellt harte Forderungen an die Geschäftsführung.

Nach dem von der Deutschen Börse angekündigten Stellenabbau hat der Betriebsrat der Börse den Vorstand aufgefordert, den Personalabbau „sozialverträglich durchzuführen“. Es dürfe „keine betriebsbedingten Kündigungen“ geben, heißt es in einer heute an die Mitarbeiter versandten Betriebsratsinfo, die der WirtschaftsWoche vorliegt.

Die Börse hatte gestern mitgeteilt, im gesamten, mit der London Stock Exchange (LSE) zusammengeschlossenen Unternehmen, circa 1250 bestehende Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Unter anderem durch den Stellenabbau will das fusionierte Unternehmen ab dem dritten Jahr des Zusammenschlusses 450 Millionen Euro pro Jahr einsparen.

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Der Betriebsrat schreibt jetzt, „dass die geplante Fusion Arbeitsplätze in hohem Maße vernichten wird. Die Schaffung neuer Stellen oder ein ‚Abfedern‘ durch natürliche Fluktuation und die Nichtbesetzung frei werdender Stellen wird hier kaum Abhilfe schaffen.“ Wie viele Stellen in Deutschland betroffen seien, sei dem Betriebsrat außerdem noch nicht mitgeteilt worden. „Der Vorstand wird aufgefordert, dies unverzüglich nachzuholen“, heißt es in dem Schreiben an die Mitarbeiter.

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Parkett der deutschen Börse in Frankfurt am Main. Quelle: dpa

Es sei aus Sicht des Betriebsrates kontraproduktiv, wenn seitens der Unternehmensleitung lediglich eine Gesamtzahl der abzubauenden Stellen veröffentlicht werde, ohne zugleich der Belegschaft Klarheit über die konkrete Anzahl der in den einzelnen Standorten betroffenen Stellen zu verschaffen.

Der Betriebsrat fordert die Unternehmensleitung daher nun „nachdrücklich auf“, die „Betroffenheiten in Deutschland möglichst gering zu halten“ und fordert, dass der „Belegschaft attraktive Vorruhestands- und Abfindungsangebote unterbreitet werden“, dass vor einem Personalabbau „zwingend Sachkosten in signifikantem Umfang verringert werden“ müssten, sowie „die Leistungsfähigkeit und Systemstabilität der Gruppe Deutsche Börse“ durch den Personalabbau nicht gefährdet werden dürfe. „Der Betriebsrat wird keinen Arbeitsplatz verloren geben“, heißt es in dem Schreiben.

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