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Deutsche Industrie: Allianz zur Rohstoffsicherung nimmt Form an

Quelle: Handelsblatt Online

Die deutsche Industrie treibt ihre Pläne für eine „Allianz zur Rohstoffsicherung“ voran. Das Gemeinschaftsunternehmen soll die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie über Projekte im Ausland sicherstellen.

Ein Eisenerzlager im Europoort Rotterdam. Deutschland ist bei vielen Rohstoffen auf Importe angewiesen. Quelle: dpa
Ein Eisenerzlager im Europoort Rotterdam. Deutschland ist bei vielen Rohstoffen auf Importe angewiesen. Quelle: dpa

BerlinKonkrete Schritte dazu stehen nach Angaben aus Wirtschaftskreisen vom Montag bevor. Einen Bericht der „Financial Times Deutschland“, dass ein Spitzentreffen von interessierten Firmen am Montag den formelle Aufschlag für die Initiative bringen soll, wollte der Bundesverband der Deutschen Industrie aber nicht bestätigen.

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Vor wenigen Tagen waren bereits erste Strukturen der Allianz geschaffen worden. Der frühere E.ON-Manager Dierk Paskert wurde zu ihrem Geschäftsführer bestellt. Das Konzept für die Rohstoffallianz war vom BDI unter Leitung seines Vizepräsidenten Ulrich Grillo entwickelt worden.

Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem sich zunächst eine Handvoll von Großunternehmen beteiligen wollen, soll nachhaltig die Rohstoffversorgung der deutschen Industrie über Engagements bei Erschließungs- und Erkundungsprojekten im Ausland sicherstellen. In der deutschen Wirtschaft hat zuletzt die Sorge über die künftige Rohstoffversorgung stark zugenommen.

Deutschland von Importen abhängig

Deutschland ist bei vielen strategischen Rohstoffen, die für die Industrieproduktion unabdingbar sind, von Importen abhängig. Bei den unverzichtbaren metallischen Primärrohstoffen besteht eine Abhängigkeit zu 100 Prozent. Bei sogenannten Seltenen Erden - das sind spezielle Metalle, die für viele High-Tech-Produkte benötigt werden - ist China das dominierende Lieferland. Die wirtschaftlich aufstrebende Volksrepublik ist einer der größten Konkurrenten der deutschen Wirtschaft um Rohstoffe auf dem Weltmarkt. Die Bundesregierung unterstützt die Aktivitäten der deutschen Industrie mit einer eigenen Rohstoffstrategie. Sie hat aber immer wieder klargemacht, dass es vorrangig Sache der Wirtschaft sei, ihre Rohstoffversorgung sicherzustellen.

Die „Financial Times Deutschland“ berichtete von jeweils 300.000 Euro, mit denen sich die Gründungsmitglieder der Allianz - genannt werden Unternehmen wie BASF, Thyssen-Krupp , Evonik und die Grillo-Werke - zu Beginn engagieren wollen. Insgesamt sei von einem Investitionsbedarf in den nächsten fünf bis zehn Jahren von rund einer Milliarde Euro die Rede. Der deutsche Mittelstand hält sich nach Angaben aus der Wirtschaft derzeit zurück mit Beteiligungen an der Initiative. Dort heißt es, bislang sei man in der Lage, den Rohstoffbedarf über bestehende Drähte und unter Nutzung der Auslandshandelskammern abzudecken.

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