Deutsche Wohnen: Aktionäre fordern höheres Übernahmeangebot für Conwert

Deutsche Wohnen: Aktionäre fordern höheres Übernahmeangebot für Conwert

Zahlreiche Aktionäre haben das Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen für den österreichischen Rivalen Conwert als zu niedrig kritisiert und fordern einen Nachschlag.

"Der von Deutsche Wohnen gebotene Preis von 11,50 Euro/Aktie entspricht in keiner Weise dem fairen Wert und berücksichtigt weder die erheblichen Bewertungsreserven noch eine strategische Prämie", erklärte der rebellische Conwert-Aktionär Alexander Proschofsky am Montag. Er hielt auf der vergangenen Hauptversammlung über seine Firma Cube Invest rund 1,5 Prozent der Aktien. Grundsätzlich sei der Einstieg eines professionellen und fachkundigen Immobilieninvestors bei dem österreichischen Konzern jedoch positiv, erklärte Proschofsky.

So wohnen die Deutschen in verschiedenen Lebensphasen

  • Zur Studie

    Die Wohnstudie wurde 2015 von Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführt – im Auftrag des Versandhändlers Otto. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Panel-Befragung wurden 1336 Deutsche ab 18 Jahren befragt. Zudem wurden mit 15 Verbrauchern ausführliche Interviews geführt.

  • Junge Familie

    In einer jungen Familie sind alle Kinder jünger als zwölf Jahre. Für Möbel gibt eine junge Familie im Schnitt über fünf Jahre verteilt 8059 Euro aus. Gut die Hälfte von ihnen wohnt zur Miete. Ein ebenso großer Teil will beim nächsten Umzug in eine größere Wohnung ziehen.

  • Familie mit älteren Kindern

    Das Fünf-Jahres-Budget der Familie mit älteren Kindern liegt bei 7568 Euro. Als ältere Kinder werden Kinder ab zwölf eingestuft. Nur jede dritte Familie mit älteren Kindern wohnt zur Miete. Jede vierte Familie mit älteren Kindern will beim nächsten Umzug eine kleinere Wohnung.

  • Empty Nester

    Empty Nester sind Familien, deren Kinder mittlerweile eigene Wohnungen haben. Sie geben im Schnitt 7017 Euro in fünf Jahren für das eigene Heim aus. Jede vierte Familie aus dieser Gruppe hat nach dem Auszug der Kinder die ehemaligen Kinderzimmer umfunktioniert.

  • Junger Single

    Jeder sechste Single unter 40 wohnt alleine, jeder dritte noch bei den Eltern und jeder zehnte in einer WG. Im Schnitt beträgt das Budget für die eigenen vier Wände über fünf Jahre 5402 Euro. 70 Prozent der befragten jungen Singles wohnen zur Miete.

  • Älterer Single

    Der ältere Single ist über 40 und eine unattraktive Zielgruppe für Möbelhändler. Mehr als jeder zweite von ihnen plant keine Umgestaltung seiner Wohnung und falls doch, will er nicht viel ausgeben. Nur sechs Prozent von ihnen gab an, mehr als 5000 Euro investieren zu vollen. Das Fünf-Jahres-Budget liegt bei 3720 Euro.

  • Junges Paar ohne Kind

    Drei Viertel der jungen, kinderlosen Paare wohnen zur Miete – doch jedes zweite träumt vom Eigenheim. Beim Zusammenziehen hat gut die Hälfte von ihnen einen Großteil der Möbel neu gekauft. Das Fünf-Jahres-Budget liegt bei 6105 Euro.

  • Älteres Paar ohne Kinder

    Das größte Budget steht älteren Paaren ohne Kinder zur Verfügung: Sie geben in fünf Jahren für ihr Heim im Schnitt 10.523 Euro aus. Die Hälfte von ihnen wohnt zur Miete.

Auch der Investor Petrus Advisers, der über 6,7 Prozent an Conwert hält, kann mit der Offerte wenig anfangen. "Ich verstehe das Angebot einfach nicht; beim Preis muss ein Fehler unterlaufen sein", sagte Petrus-Fondsmanager Klaus Umek. Grundsätzlich stehe er der Deutschen Wohnen aber positiv gegenüber. "Ich bin froh, dass sie da sind", sagte Umek. Conwert sei eine "Perle", die nur sehr schlecht gemanagt" sei. Conwert-Aktien eröffneten am Montag nach einer Handelsaussetzung wegen dem Übernahmeangebot 9,4 Prozent höher bei 12,0 Euro.

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Auch der österreichische Fonds 3-Banken-Generali, der nach eigenen Angaben knapp zwei Prozent der Papiere hält, fordert einen höheren Kaufpreis. "Aus heutiger Sicht ist der Preis zu tief. Er entspricht nicht dem, was die Firma wert ist", sagte Geschäftsführer Alois Wögerbauer. Er könne sich nach derzeitigen Stand nicht vorstellen, dass die Fondsgruppe das Angebot annehme.

Deutsche Wohnen hatte am Sonntagabend angekündigt, Conwert für insgesamt 1,15 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Das Angebot richtet sich sowohl an Aktionäre als auch an Inhaber von Conwert-Wandelanleihen. Der Preis von 11,50 entspricht einer Prämie von fünf Prozent auf den Schlusskurs der Conwert-Aktie von Freitag. "Angesichts der Restrukturierungsrisiken und erforderlichen erheblichen Aufwendungen bei der Umsetzung der Transaktion und Optimierung der Conwert erhalten die Aktionäre einen fairen Preis für ihre Anteile", sagte Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn.

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