Deutscher IR-Preis 2015: Telekom gewinnt, Anleger profitieren

Deutscher IR-Preis 2015: Telekom gewinnt, Anleger profitieren

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Wenn Investor-Relations-Manager ihren Job gut machen, hilft das der Aktie. Zum zweiten Mal in Folge gewinnt die Deutsche Telekom den Deutschen Investor Relations Preis der WirtschaftsWoche.

von Sebastian Kirsch

Machen Investorenbetreuer ihren Job gut, hilft das der Aktie. Gegen schlechte Zahlen kommen aber auch die besten Investor-Relations-Profis nicht an. Wie Aktionäre von den Besten profitieren.

Von allen Dax-Unternehmen betreut die Deutsche Telekom ihre Aktionäre am besten, finden Investoren. Die Telekom-Abteilung für Investor Relations (IR) ist deshalb wie im Vorjahr mit dem Deutschen Investor Relations Preis ausgezeichnet worden, den die WirtschaftsWoche gemeinsam mit dem Deutschen Investor Relations Verband und den Marktforschern von Extel WeConvene verleiht. Extel befragt dazu mehr als 17.000 institutionelle Anleger in 80 Ländern.

Die Gewinner des deutschen IR-Preises

  • Dax

    1. Deutsche Telekom (Stephan Eger)

    2. Bayer (Alexander Rosar)

    3. Allianz (Oliver Schmidt)

    Quelle: Extel WeConvene

  • MDax

    1. Hugo Boss (Dennis Weber)

    2. ProSiebenSat.1 (Dirk Voigtländer)

    3. Fraport (Stefan J. Rüter)

  • SDax

    1. GfK (Bernhard Wolf)

    2. Alstria Office REIT (Ralf Dibbern)

    3. VTG (Christoph Marx)

  • TecDax

    1. Telefónica (Victor García-Aranda)

    2. Qiagen (John Gilardi)

    3. Xing (Patrick Möller)

Telekom-IR-Chef Stephan Eger gewann bei den Dax-Unternehmen neben der Team-Wertung auch den Titel als bester IR-Manager. „Eger und sein Team sind immer erreichbar, bieten guten Zugang zum Management und sind stark eingebunden in die Unternehmensstrategie“, begründet ein professioneller Anleger seine Wahl. Eger wird ab Juli bei der tschechischen Telekom-Tochter als Finanzvorstand arbeiten, seinen Posten in der IR-Abteilung übernimmt Hannes Wittig.

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Stephan Eger Quelle: Presse

Telekom-Chef Eger räumte in der Dax-Klasse ab.

Bild: Presse

Im MDax überzeugte die IR-Abteilung von Hugo Boss die Großanleger und konnte sich nach einem zweiten Platz im Vorjahr an die Spitze setzen. Bei den kleinen Werten im SDax überzeugte erneut die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Telefónica Deutschland gewann in der Kategorie TecDax.

Doch was bedeutet die Auszeichnung der Investorenabteilungen für Aktionäre? Können sie anschließend auf steigende Kurse hoffen? „Bei schwierigem Markttrend muss Investor Relations klarmachen, dass das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen die Probleme besser in den Griff bekommt als der Wettbewerb“, sagt Klaus Rainer Kirchhoff, Investor-Relations-Berater in Hamburg. „Dann hilft das dem Kurs der Aktie.“

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Quelle: Presse

Für Privatanleger zähle nicht nur der reine Kursgewinn. „Sie sind in der Regel länger an Unternehmen gebunden als institutionelle Investoren und bleiben auch bei schwierigem Seegang an Bord, aber nur, wenn sie Vertrauen in das Unternehmensmanagement haben. Dieses Vertrauen aufzubauen ist Hauptaufgabe der IR in Bezug auf Privatanleger“, sagt Kirchhoff.

Immerhin zwei der 2014er-Sieger aus den deutschen Indizes Dax, MDax, SDax und TecDax steigerten ihre Kurse seit der Verleihung des Investor Relations Preises am 17. Juni 2014 sogar stärker als ihr Index.

  • Deutsche Telekom (Dax) Vor allem das erfolgreiche US-Geschäft und der starke US-Dollar gaben der Telekom-Aktie Aufwind. 12,60 Euro kostete die Aktie am 17. Juni 2014. Aktuell steht die Telekom bei 15,60 Euro – ein Plus von 24 Prozent seit Juni im vergangenen Jahr; der Dax schaffte 15 Prozent.
  • ProSiebenSat.1 (MDax) Bei der Sendergruppe sollen neue digitale Geschäfte das Wachstum treiben. Seit der Preisverleihung im vergangenen Jahr legte die Aktie 26 Prozent zu, noch mehr als der MDax, der 21 Prozent schaffte.
  • Aixtron (TecDax) Die Maschinenbauer landeten in den Jahren 2013 und 2014 auf dem ersten Platz der Wertung. Schwache Nachfrage für LED-Anlagen bescherte ihnen 2014 aber 62 Millionen Euro Verlust. Während der TecDax seit Juni 2014 um 29 Prozent zulegte, sank die Aktie um 35 Prozent. Aixtron schaffte es in diesem Jahr nicht mehr aufs Treppchen.

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  • GfK (SDax) Aktionäre zogen keinen Profit aus dem Sieg ihrer IR-Abteilung im vergangenen Jahr. Zu enttäuschend waren die Halbjahresergebnisse 2014, mit einem Konzerngewinn, der fast 19 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums lag. Der Kurs liegt heute 14 Prozent unter dem Wert vom 17. Juni 2014, der SDax schaffte 17 Prozent plus.

„Bei Unternehmen mit negativer Geschäftsentwicklung kann auch die beste IR den Kurs der Aktie nicht auf Dauer positiv beeinflussen“, sagt Kirchhoff. „Das ist aber auch nicht das Ziel von Investor Relations, sondern Anlegern zu ermöglichen, den wahren Wert des Unternehmens zu erkennen.“

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