Devisen: Eurokurs mit weiteren Verlusten

Devisen: Eurokurs mit weiteren Verlusten

, aktualisiert 09. Dezember 2016, 18:57 Uhr
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Am Donnerstag hat sich die Europäische Zentralbank dazu entschieden, das Anleihekaufprogramm bis zum Dezember 2017 zu verlängern. Darunter leidet der Eurokurs.

Quelle:Handelsblatt Online

Nachdem der Euro schon am Donnerstag Verluste verbuchen musste, setzte sich der negative Trend auch am Freitag fort. Grund dafür ist die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Freitag seine Verluste vom Vortag ausgeweitet. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0545 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen. Am Donnerstag hatte der Euro etwa zwei Cent an Wert verloren. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0559 (Donnerstag: 1,0762) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,9471 (0,9292) Euro.

Belastet wird der Euro durch die Geldpolitik der EZB. Die Notenbank hatte am Donnerstag ihre Geldschwemme in Form von Wertpapierkäufen sowohl zeitlich als auch dem Gesamtvolumen nach deutlicher ausgeweitet, als dies Fachleute erwartet hatten. Am Devisenmarkt spielte weniger eine Rolle, dass die EZB zugleich ihre monatlichen Kaufbeträge gültig ab April kommenden Jahres verringerte. Ein Grund könnte sein, dass EZB-Chef Mario Draghi betont hatte, der Kaufbetrag könne jederzeit auch wieder erhöht werden.

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Neben der europäischen Geldpolitik spielt am Devisenmarkt die amerikanische Notenbankpolitik eine große Rolle. Am kommenden Mittwoch dürfte die US-Zentralbank ihre zweite Zinsanhebung nach der Finanzkrise beschließen. Davon gehen Anleger wie Analysten fest aus. Die Federal Reserve würde damit auf eine solide Wirtschaftsentwicklung, einen sehr robusten Arbeitsmarkt und eine langsam anziehende Inflation reagieren. Zudem gilt es als möglich, dass die Fed ihr Straffungstempo im kommenden Jahr beschleunigt. Grund ist die vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump erwartete Finanzpolitik, die Wachstum und Inflation anschieben könnte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83935 (0,84995) britische Pfund, 121,48 (122,61) japanische Yen und 1,0756 (1,0853) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1163,60 (1171,05) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 34 810,00 (34 410,00) Euro.

Quelle:  Handelsblatt Online
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