Devisen: Eurokurs stürzt ab

Devisen: Eurokurs stürzt ab

, aktualisiert 09. November 2011, 12:56 Uhr
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Der Euro ist am Mittwoch wieder gefallen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Zinsen für italienische Staatsanleihen steigen über sieben Prozent. Marktteilnehmer befürchten mittlerweile Zahlungsausfälle. Der Euro fällt unter die Marke von 1,37 Dollar. Anleger befürchten das Schlimmste.

FrankfurtTrotz der Rücktrittsankündigung von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi verliert der Euro im Vergleich zum US-Dollar kräftig an Wert. Die Gemeinschaftswährung ist unter die Marke von 1,37 US-Dollar gefallen. Aktuell notiert der Euro bei 1,3627 US-Dollar, knapp zwei Prozent schlechter als zum Tagesbeginn. Selbst wenn Berlusconi gehe, bleibe die Unsicherheit in Italien groß, sagte Yuuki Sakurai, Chef von Fukoku Asset Management. „Das Austauschen von Politikern garantiert noch nicht, dass sich die finanzielle Situation in Italien verbessert.“

Dass die Anleger weiter verunsichert sind, zeigte sich auch am Rentenmarkt. Die Renditen zehnjähriger italienischer Anleihen stiegen auf zehnjährige Anleihen 7,33 Prozent (Vortag: 6,757 Prozent). Deutsche Papiere notierten bei 1,834 Prozent.

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Die Zinsen sind zu hoch, befürchten viele Marktteilnehmer, als dass Italien seiner Schuldenkrise Herr werden könnte. Als Auslöser für die erneuten Turbulenzen auf den Finanzmärkten nannten Börsenhändler etwa die Ankündigung des Londoner Finanzhauses LCH Clearnet, bei der Abwicklung italienischer Anleihe-Transaktionen in Zukunft vorsichtiger zu sein. LCH Clearnet nimmt selbst nicht am Handel teil, sondern sorgt dafür, dass Verkäufer von Anleihen ihr Geld von Käufern bekommen. Täglich wickelt LCH so Transaktionen im Wert von 650 Milliarden Euro ab.

Bei Geschäften mit italienischen Anleihen werde LCH in Zukunft mehr Sicherheiten verlangen, sagte ein Sprecherin: „Wir müssen uns vor Ausfällen schützen und werden deshalb besonnener vorgehen“. Und: „Die Einlagen für Transaktionen italienischer Staatsanleihen, die Kunden bei uns vorhalten, werden deshalb zwischen 3,5 und fünf Prozentpunkten steigen.“

Die Krise ist noch nicht ausgestanden

Der Devisenmarkt folgt dem Rentenmarkt. Commerzbank-Analyst Rainer Guntermann erwartet, dass die Probleme Italiens, sich an den Märkten Geld zu leihen, bis zum Jahresende anhalten könnten. Das liege unter anderm daran, dass Investoren bis dahin tendenziell Risiko aus ihren Portfolios herausstreichen, um beim Jahresabschluss besser da zu stehen.

Berlusconi hatte am Dienstag die Konsequenz aus dem Verlust der Parlamentsmehrheit gezogen und seinen Rücktritt angekündigt. Er wird nach eigenen Worten sein Amt abgeben, sobald die von den europäischen Partnern verlangte Reformen vom Parlament verabschiedet sind.

 

Quelle:  Handelsblatt Online
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