Devisenmarkt: Euro rutscht plötzlich ab

Devisenmarkt: Euro rutscht plötzlich ab

, aktualisiert 31. August 2017, 13:08 Uhr
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Eine Euro-Münze steht auf einer Dollar Note: Der Wechselkurs ist derzeit volatil. Nach einem Mehrjahreshoch am Dienstag notiert die europäische plötzlich leichter.

Quelle:Handelsblatt Online

Noch am Dienstag hatte der Euro den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren markiert. Doch heute reicht bereits eine Insidermeldung aus der EZB und die Gemeinschaftswährung verliert plötzlich einen halben US-Cent.

FrankfurtDie Aussicht auf eine Fortsetzung der ultra-lockeren EZB-Geldpolitik hat dem Euro am Donnerstag zugesetzt. Er fiel binnen Minuten um einen knappen halben US-Cent auf 1,1846 Dollar.

Drei Insidern zufolge bereitet die Aufwertung der Gemeinschaftswährung in den vergangenen Monaten der Europäischen Zentralbank (EZB) immer größere Kopfschmerzen. Dies könne dazu führen, dass die Entscheidung über eine Drosselung der Anleihekäufe hinausgezögert werde oder das sogenannte „Tapering“ langsamer laufen werde als gedacht.

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„Die Kursreaktion des Euro zeigt, wie empfänglich der Markt für solche Nachrichten ist“, sagte Helaba-Analystin Viola Julien. Schließlich hätten Anleger beim Notenbanker-Gipfel in Jackson Hole vergeblich auf geldpolitische Signale des EZB-Chefs Mario Draghi gewartet. „Bei der nächsten Ratssitzung am 7. September muss Draghi aber liefern.“

Den Insidern zufolgen wird vermutlich auf der Zinssitzung am 7. September wahrscheinlich noch keine Entscheidung über die Zukunft der Wertpapierkäufe getroffen. Bislang kauft die EZB für monatlich 60 Milliarden Euro Staatsanleihen der Euro-Länder und bislang zwei Billionen Euro investiert.

Vor allem Währungshüter aus den wirtschaftlich schwächeren Ländern der Gemeinschaft befürchteten aber, dass ein zu starker Euro das Wirtschaftswachstum und die Inflationsentwicklung bremsen könnte. Dies bekräftige ihre Vorstellungen einer behutsamen Verringerung der Transaktionen.

„Der starke Anstieg des Euro führt bereits zu einer geldpolitischen Straffung und entspricht einem Anstieg der Zinsen“, sagte einer der Insider. Seit Jahresbeginn legte der Kurs der Gemeinschaftswährung zum Dollar etwa 13 Prozent zu. Am Dienstag hatte sie mit 1,2069 Dollar den höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren markiert. Ein starker Euro macht Waren der Unternehmen aus dem Währungsraum auf dem Weltmarkt teurer und verschlechtert dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Die Insider machten zugleich deutlich, dass noch keine konkreten geldpolitischen Vorschläge auf dem Tisch liegen. Die Diskussion werde erst in der nächsten Sitzung beginnen. Die EZB lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

Die kräftige Aufwertung des Euro hatte die Notenbank-Gouverneure schon auf ihrer Zinssitzung im Juli beschäftigt, wie aus den Protokollen des Treffens hervorging. Zwar werteten die Ratsmitglieder den Anstieg auch als Ausdruck verbesserter Konjunkturperspektiven. Zugleich drückten sie aber ihre Sorge aus, dass es künftig zu Übertreibungen beim Wechselkurs kommen könnte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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