Dividenden: Bei diesen Unternehmen gibt es fette Ausschüttungen

Dividenden: Bei diesen Unternehmen gibt es fette Ausschüttungen

von Christof Schürmann

Nicht unbedingt nachhaltig steigend, aber zumindest in diesem Jahr top: welche Unternehmen in diesem Jahr eine hohe Dividendenrendite bieten.

Eine hohe Dividendenrendite (Dividende im Verhältnis zum Aktienkurs) kann Zeichen von Schwäche sein, wenn sie dem schwachen Aktienkurs geschuldet ist. Laufen operatives Geschäft und Aktie des Dividendenkönigs gut, signalisiert die hohe Rendite Stärke. Dividendenwerte werden von Pensionskassen oder Stiftungen gekauft, die regelmäßige Ausschüttungen brauchen. Weil die langfristig investieren, gelten Kurse von Dividendenaktien als recht stabil. Häufig holen die Aktien den Kursabschlag nach der Dividendenzahlung flott wieder auf. Investoren schätzen es, wenn Vorstände nicht alles Geld für riskante Zukäufe ausgeben; im Idealfall haben Anleger nach einigen Jahren ihren Einsatz zurück. Wir haben Kandidaten identifiziert, die fähig sein sollten, auch viele Jahre überdurchschnittlich zu zahlen:

So etwa Ahlers. Der deutsche Modekonzern (Pierre Cardin, Otto Kern, Baldessarini) kürzt dieses Jahr die Dividende je Vorzugsaktie von 0,65 auf 0,50 Euro. Doch das sind immer noch 4,4 Prozent auf den aktuellen Kurs. Dank einer hohen Eigenkapitalquote von zuletzt 56 Prozent kann sich Ahlers aktionärsfreundliche Ausschüttungen leisten. Für 2014 erwarten Analysten mit 0,75 Euro je Aktie deutlich mehr. Deswegen zuckte der Kurs nach der Bekanntgabe der Kürzung nur kurz.

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Bei Belgacom dagegen dürfte es in den kommenden Jahren eher weniger geben. Die Gewinne der belgischen Telekom schleichen nach unten. Entsprechend kürzer dürfte bei den Ausschüttungen gesprungen werden. Aktuell erwarten Analysten im Schnitt 1,94 Euro je Aktie – 8,5 Prozent Rendite. In den kommenden drei Jahren sollte es dann sukzessive runter auf 1,47 Euro gehen. Alle vier Jahre zusammengerechnet, hätten aktuelle Käufer der Aktie 28 Prozent des Einsatzes dann wieder drin (vor Steuern).

Ähnlich verhält es sich bei CEZ. Auch beim tschechischen Versorger (Umsatz umgerechnet 7,7 Milliarden Euro) bröckeln die Gewinne, werden die Dividenden also rückläufig sein. Erwartete sieben, sechs und fünf Prozent Rendite pro Jahr bis 2016 puffern aber den deutlich gedrückten Kurs ab. Dennoch ist die Aktie nur etwas für spekulative Anleger, die mit Stopp zugreifen dürfen.

Sicherer dagegen sind die Ausschüttungen bei der Energias de Portugal (EDP). Die Dividende soll zwischen 55 und 65 Prozent des nachhaltigen Nettoergebnisses betragen, wenigstens aber 0,185 Euro je Aktie, so das Versprechen. Der in 13 Ländern vertretene Versorger mit Schwerpunkt Gas hat bei knapp 16 Milliarden Euro Umsatz gut 18 Milliarden Euro Nettofinanzschulden. Das ist rund das Fünffache des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen, Amortisation und Abschreibungen (Ebitda). Ein hoher Wert, der zwar eine konstante, aber keine deutlich erhöhte Dividende erwarten lässt. Aber auch konstante 6,3 Prozent auf den aktuellen Kurs wären ja nicht gerade wenig.

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