
FrankfurtZum Jahresauftakt hat Gold wieder an Glanz gewonnen: Mit 1592 Dollar kostete die Feinunze im frühen Geschäft am Dienstag 1,7 Prozent mehr als vor dem Jahreswechsel. Am Montag war Gold feiertagsbedingt in Asien und den USA sowie in London nicht gehandelt worden. „Zum Jahresanfang sind alle ein bisschen optimistischer“, erklärte Ong Yi Ling, Analyst bei Phillip Futures. Schon im vergangenen Jahr war Gold zeitweise weniger als sicherer Hafen in Krisenzeiten denn als Rohstoffanlage gehandelt worden. Am Dienstag sorgten gute Konjunkturdaten aus China für wachsende Zuversicht unter den Investoren.
Doch insgesamt erwarten viele für den Goldpreis 2012 eher Ungemach: Nach einer Reuters-Umfrage von Mitte Dezember könnte der Preis in den nächsten Monaten unter 1500 Dollar sinken. Etwa die Hälfte der befragten Anleger, Volkswirte und Händler sagen für das erste Quartal einen Preisrückgang bis auf 1450 Dollar voraus. „Wir vermuten, dass 2012 sich der Goldpreis unter allen Metallpreisen am schlechtesten entwickeln wird“, erklärte Christoph Eibl, CEO und Partner des Schweizer Rohstoff-Hedgefonds Tiberius.
Im September 2011 hatte der Goldpreis mit 1920 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Auch der Silberpreis zog am Dienstag um fast drei Prozent auf 28,62 Dollar je Feinunze an.






















