EEX-Chef Peter Reitz: Garantierte Preise für Ökostrom tödlich für den Energiemarkt

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exklusivEEX-Chef Peter Reitz: Garantierte Preise für Ökostrom tödlich für den Energiemarkt

von Andreas Wildhagen

Der Chef der Leipziger Strombörse EEX, Peter Reitz, fordert eine Abkehr von festen Preisen für die Einspeisung von Ökostrom in das deutsche Stromnetz.

„Das ist auf lange Sicht keine gesunde Situation. Die Bundesregierung hat ja sogar das Ziel, dass die erneuerbaren Energien bis zu 80 Prozent des Stromes liefern sollen. Wenn dafür dann die Preise garantiert werden, ist der Markt beim Strom praktisch tot“, sagte Reitz im Interview mit der WirtschaftsWoche. Stattdessen empfahl Reitz, den Herstellern von Ökostrom künftig nur noch einen Zuschlag zum Preis an der Strombörse zu gewähren. „Die Förderung der erneuerbaren Energien sollte sich am Marktpreis für Strom orientieren, also zum Beispiel in Form eines Zuschlags zum Marktpreis“, so der Strombörsenchef.

Reitz wandte sich auch dagegen, dass Ökostrom wie zurzeit auch künftig vorrangig ins Netz eingespeist darf. Dies „sollte nur gelten, so lange dies kleine Mengen betrifft“, sagte er der WirtschaftsWoche. Fließe massenhaft Ökostrom zu garantierten Preisen ins Netz, verzerre das die Preisbildung am Markt. Reitz: „Wichtig ist aus unserer Sicht eine stärkere Integration in den Markt. Man könnte sich langfristig aber auch ein Quotensystem vorstellen, das Erzeugern, aber auch Großverbrauchern einen bestimmten Anteil an Erneuerbaren vorschreibt.“

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