Energiequellen: Weniger Öl, mehr Gas

Energiequellen: Weniger Öl, mehr Gas

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Aktien für steigende Energiepreise (Stand: 26.05.2011)

von Stefan Hajek

Die Ölproduktion hat ihren Zenit längst überschritten, die Fördermengen gehen zurück. Gas gibt es noch reichlich. Mit welchen Öl- und Gasaktien Anleger vom Preistrend profitieren.

Rohstoffe sind real, also abzüglich der allgemeinen Geldentwertung, über 100 Jahre lang immer günstiger geworden. Erst 2002 drehte, wegen des Bedarfs der Schwellenländer, der Trend. Einzige Ausnahme: Der Ölpreis steigt seit 40 Jahren, auch inflationsbereinigt. Denn Öl ist nicht nur knapp und gefragt, die Reserven schrumpfen.

Schon 1956 prognostizierte King Hubbert, Geologe bei Shell, die US-Ölfelder würden den Höhepunkt ihrer Förderung „etwa 1970“ überschreiten; er behielt recht: Es war 1971. Auch der Zenit der weltweiten Ölförderung „für konventionelles Öl, das an Land oder in geringen Meerestiefen lagert und günstig gefördert werden kann, ist schon überschritten“, sagt Rohstoffanalyst Jochen Hitzfeld.

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Steigende Ölpreise führen zwar zu größeren Anstrengungen, neue Felder zu finden und die alten effektiver zu nutzen. Doch das wird den Zeitpunkt, an dem die letzen konventionellen Quellen versiegen, nur hinauszögern. Konzerne wie Total, Petrobras oder BP dringen in immer größere Meerestiefen vor, um dort neue Felder anzuzapfen; das ist teuer und technisch problematisch, wie die BP-Katastrophe im Golf von Mexiko 2010 zeigte. Das meiste Öl lagert dazu in Krisenregionen, im Nahen Osten allein 61 Prozent der Weltreserven. Die Unruhen dort trieben im März den Ölpreis hoch. Anleger sollten auf Aktien von Firmen setzen, deren Vorkommen in politisch stabilen Regionen lagern.

Öl aus sicheren Regionen

Der halbstaatliche Konzern Petrobras aus Brasilien hat das beste Wachstumsprofil aller Ölmultis: Fast alle haben Probleme, ihre aktiven Ressourcen durch genügend neue zu ersetzen. Neben hohen Investitionen, um ihre Felder besser auszubeuten, bleibt ihnen oft nur der teure Zukauf neuer Lizenzen oder die Übernahme von Konkurrenten. Nicht so Petrobras. Bis 2020 dürfte Petrobras seine Ölproduktion verdoppeln. Öl dürfte auch vermehrt durch günstiges Erdgas ersetzt werden.

Die globalen Gasvorkommen reichen, berechnet am heutigen Bedarf, noch 200 Jahre. Als Beimischung im Depot eignen sich Statoil, die neben Öl auch große Mengen Erdgas besitzen, und Chesapeake Energy. Weitgehend unbemerkt haben die USA Anfang 2011 Russland als weltgrößten Gasförderer überholt. Chesapeake ist der größte Gasförderer der USA. Die größten Gasvorkommen weltweit besitzt Gazprom. Die Aktie ist günstig, was am Abschlag liegt, den Investoren bei russischen Aktien aus politischen Gründen vornehmen. Gazprom ist jedoch längst ein internationaler Konzern mit starker Markt- und Preissetzungsmacht in mehr als einem Dutzend Ländern.

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