Engelmanns Eigenhandel: Flop oder Erfolg?

Engelmanns Eigenhandel: Der Golf des Termingeschäfts

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Flop oder Erfolg?

Das Cover für 2012 des Sports Illustrated Swimsuit-Magazins ziert die reizende Amerikanerin Kate Upton.

Bild: dapd

Ob das neue Produkt wirklich ein Erfolg wird, bleibt trotzdem abzuwarten. Schon im Jahre 2009 hatte die Eurex einen neuen Futures-Kontrakt auf Staatsanleihen aus der Taufe gehoben: den Future auf italienische Staatsanleihen (Buoni del Tesoro Poliennali, kurz BTP). Zwar hebt die Terminbörse in ihrer Presseerklärung zur Einführung des OAT-Futures hervor, dass das durchschnittliche Handelsvolumen in Futures auf langlaufende italienische Staatsanleihen im Jahr 2011 um 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist.

Das durchschnittliche Tagesvolumen gehandelter Kontrakte lag im vergangenen Jahr allerdings trotz dieses beachtlichen prozentualen Zuwachses nur bei 9.287 Kontrakten. Zum Vergleich: Im Bund-Future gehen an jedem Handelstag hunderttausende, manchmal sogar mehr als eine Million Kontrakte um. Hier lässt also der durchschlagende Erfolg noch auf sich warten. Dass der BTP-Future nicht von mehr Marktteilnehmern genutzt wurde, ist im Grund erstaunlich, wenn man bedenkt, in welche Turbulenzen die italienischen Staatsanleihen im vergangenen Jahr phasenweise geraten waren.

An manchen Handelstagen verloren BTPs massiv an Wert, während die Flucht in Sicherheit für eine große Nachfrage nach Bundesanleihen sorgte und den Bund-Future im Gefolge kräftig ansteigen ließ. Wer versuchte, Bestände in italienischen Bonds mit Bund-Futures abzusichern, verlor damals doppelt - auf die Anleihen und auf die Absicherung.

Copy and paste

Eine "chicken and egg"-Diskussion dürfte dafür verantwortlich sein, dass der BTP-Future noch nicht in dem Umfang genutzt wird, der ihm angesichts der Größe des Marktes für italienische Staatsanleihen zukäme: Händler beteiligen sich aktiv nur in liquiden Märkten; letztere werden aber erst durch die aktive Beteiligung der ersteren liquide. Und manchmal dauert es auch einfach seine Zeit, bis sich ein neues Produkt durchsetzt.

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Die Risiken für die Eurex aus der Einführung eines OAT-Futures sind meines Erachtens begrenzt. In weiten Teilen kann die Börse das "Copy-und-Paste-Verfahren" anwenden und den Handel in Bund-Futures als Blaupause für das neue Marktsegment verwenden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der neue Kontrakt nach einer Anlaufphase vor allem unter französischen Nutzern ein Erfolg wird - der Jetta unter den Derivaten sozusagen. Der Bund-Future dürfte aber auf absehbare Zeit als Golf des Termingeschäftes durch die Handelssäle der Welt brunzen. Vermutlich sogar mit 110 PS.

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Hinweis: Herr Engelmann ist Mitarbeiter der Citigroup in Deutschland. Der von ihm verfasste Text gibt allein seine persönliche Meinung wieder und ist keine Analyse, Beratung oder Empfehlung der Citigroup.

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