Börsengang: Aumann strebt Börsenwert von 600 Millionen Euro an

Erster Börsengang des Jahres: Aumann strebt Börsenwert von 600 Millionen Euro an

Maschinenbauer Aumann will noch vor Ostern an die Börse gehen. Nun steht die Preisspanne für die Zeichnungsphase fest - und Aumann könnte damit höher bewertet werden als Mehrheitsaktionär MBB. Der will Kasse machen.

Bild vergrößern

Börsenkandidat Aumann profitiert mit einen Maschinen für die Elektromotorherstellung vom Trend zum Elektroauto.

Der westfälische Elektro-Maschinenbauer Aumann will bei seinem geplanten Börsengang mit bis zu 600 Millionen Euro bewertet werden. Die Preisspanne für die Neuemission wurde in der Nacht zum Freitag auf 35 bis 43 Euro je Aktie festgelegt, wie das Unternehmen aus Beelen mitteilte.

Am oberen Ende der Spanne wäre Aumann damit nach der für den 24. März geplanten Erstnotiz mehr wert als ihr Mehrheitseigentümer, die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft MBB. Die MBB-Aktie stieg am Freitag um 1,7 Prozent auf 91,20 Euro. Aumann will mit der Neuemission - es wäre die erste in diesem Jahr in Frankfurt - 209 Millionen bis 257 Millionen Euro einsammeln.

Anzeige

Bis zu 59 Millionen Euro davon gehen an das Unternehmen selbst, für den Ausbau der Produktion in China und den USA. Der Löwenanteil, bis zu 182 Millionen Euro, soll an die Berliner MBB gehen. Diese ist bisher mit 93,5 Prozent beteiligt und will auch nach dem Börsengang eine knappe Mehrheit an Aumann behalten. Bis zu 46 Prozent der Aktien sollen dann im Streubesitz sein.

Anlegeralphabet Going Public - das Wagnis Börsengang

Soll man die Aktien eines Börsenneulings sofort kaufen oder erstmal abwarten? In Folge G wie Going Public klärt unser Anlegeralphabet auf über Marktkapitalisierung, Zeichnungsspannen und unseriöse Börsengänge.

Quelle: AP

MBB hatte Aumann aus zwei Unternehmen zusammengebaut: dem gleichnamigen Mittelständler, den man 2015 gekauft hatte, und der ehemaligen Claas Fertigungstechnik, die seit 2012 zu ihren Beteiligungen gehört. Der Hersteller von Motor-Wickelmaschinen und Drahtlackiermaschinen will vom Elektroauto-Boom profitieren. Dieses Geschäft machte zuletzt gut ein Viertel des Umsatzes aus. Aumann-Maschinen werden zum Bau von Elektromotoren gebraucht. Die Firma mit 600 Mitarbeitern beliefert sowohl große Autobauer und -zulieferer als auch Hersteller von E-Bikes.

Das Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern erwartet, dass die Produktion von Elektroautos bis 2025 um 30 Prozent im Jahr wächst, in Europa, China und den USA sogar um 40 Prozent. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um zwei Drittel auf 156 Millionen Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf 19,3 (2015: 12,4) Millionen Euro. 25 bis 30 Prozent des Nettogewinns sollen künftig an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%