EU-Gipfelbeschlüsse: Kurzfristige Euphorie an den Börsen

EU-Gipfelbeschlüsse: Kurzfristige Euphorie an den Börsen

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Feuerwerk über der Zentrale der EZB. Nach der Einigung beim EU-Gipfel hatten Anleger Grund für gute Laune.

von Andreas Toller

Die Beschlüsse auf dem EU-Gipfel wurden von den Märkten positiv aufgenommen. Vor allem Euro, Bankaktien und Staatsanleihen steigen im Kurs – solange, bis die Skepsis zurückkehrt.

An den Börsen waren die Erwartungen vor Beginn des wichtigen EU-Gipfels diesmal betont niedrig. Am Vortag noch schlossen die Börsen im Minus, der Dax hatte rund 1,3 Prozent verloren. Auch die Börse in Tokio eröffnete mit Blick auf das wichtige Treffen der EU-Staatschefs zur Bekämpfung der Schuldenkrise zunächst im Minus. Aber im Handelsverlauf drehte die asiatische Börse ebenso nach oben wie die New Yorker Börse.

Der Dow Jones ging um 22 Uhr hiesiger Zeit nur noch mit einem Minus von 0,2 Prozent aus dem Handel. Der Euro stieg zeitweise um fast zwei US-Cents auf 1,2626 Dollar.  Da zeichneten sich die Verhandlungserfolge der Euro-Gruppe bereits ab.

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Kursfeuerwerk nach Einigung

In Europa hat die überraschende Einigung der Euro-Politiker auf eine vereinfachte und umfassende Hilfe für den Bankensektor – insbesondere mit Blick auf Spanien und Italien – sowie eine gemeinsame Kontrolle der Finanzinstitute unter Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) an den Märkten sogleich ein kleines Kursfeuerwerk ausgelöst. Alle wichtigen Anlageklassen konnten zulegen, selbst bei Kupfer, Gold und Öl griffen die Investoren beherzt zu. "Kaum einer hat damit gerechnet, dass bei dem EU-Gipfel etwas Substanzielles herauskommt, daher ist die Freude jetzt erst einmal groß", sagte ein Händler.

Vor allem Bankaktien starteten deutlich im Plus. Um eine Eskalation der Euro-Krise zu verhindern, soll der Rettungsfonds nach Einführung einer zentralen Bankenaufsicht angeschlagene Banken künftig direkt mit Kapital versorgen können. Das sorgt vor allem im spanischen und italienischen Finanzsektor für Erleichterung. Aber auch französischen Banken – sozusagen die Krisenbanken, die als nächstes ins Visier der Euro-Pessimisten geraten wären, vollführten einen Kurssprung. Der europäische Bankenindex rückte um 3,7 Prozent vor.

Auch Bankia legt zu

Spanische Institute wie Caixabank und  BBVA oder die italienischen Intesa Sanpaolo schnellten um mehr sechs Prozent nach oben. Aktien der teilverstaatlichten spanischen Bankia SA gewannen rund fünf Prozent. Die Aktie der Banco Santander SA legte um 5,5 Prozent zu. Titel von Société Générale und UniCredit SpA verbesserten sich um jeweils über sechs Prozent. Versicherer waren ebenfalls gefragt. Der Kurs der niederländischen Finanzkonzerne ING Groep NV und Delta Lloyd NV gewannen jeweils vier Prozent hinzu.

AXA SA verbesserten sich um 3,9 Prozent. "Da den Banken ja nun direkt ohne den Umweg über den Staat geholfen werden kann, scheint auch der Abschreibebedarf auf Staatsanleihen gesunken zu sein", sagte ein Händler. Auch die Deutsche Bank und Commerzbank verteuerten sich um 3,5 beziehungsweise 2,8 Prozent. Seit Monatsbeginn haben sie 7,5 beziehungsweise 5,7 Prozent verloren.

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