Eurokurs: Gemeinschaftswährung gibt nach

Eurokurs: Gemeinschaftswährung gibt nach

, aktualisiert 24. März 2017, 14:01 Uhr
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Auch Ankündigungen des US-Notenbankers John Williams, dass drei oder mehr Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich seien, wirkten sich positiv auf die Entwicklung des Dollars aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Durch eine leichte Erholung des US-Dollars, hat der Euro am Freitagmorgen leicht an Wert verloren und liegt nun bei 1,0767 Dollar. Damit liegt der Wert unter dem am Donnerstag festgelegten Referenzkurs von 1,0786 Dollar.

Frankfurt/MainDer Euro hat am Freitag nach der Verschiebung einer wichtigen Abstimmung zur US-Gesundheitspolitik leicht nachgegeben. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,0767 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstag auf 1,0786 (Mittwoch: 1,0807) Dollar festgesetzt.

Eine leichte Erholung des US-Dollar auf breiter Front lastete auf dem Euro. Die Anleger reagierten zunächst gelassen auf die am Vorabend bekanntgegebene Verschiebung der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über die gesundheitspolitischen Pläne der neuen Regierung unter Donald Trump. Die Abstimmung wurde von Donnerstag auf Freitag verschoben. Zuvor hatte sich abgezeichnet, dass zu viele Abweichler unter den Republikanern gegen das Vorhaben stimmen würden, das die Gesundheitsreform von Trumps Vorgänger Barack Obama („Obamacare“) revidieren würde.

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An den Finanzmärkten gilt die Abstimmung als Lackmustest für den Reformspielraum der neuen Regierung. Sollte die Regierung schon bei der Rücknahme von Obamacare keine Mehrheit erhalten, drohten andere Initiativen erst recht zu scheitern, so das Argument. Für die Finanzmärkte spielen vor allem die von Trump versprochenen Steuersenkungen und Ausgabensteigerungen eine große Rolle.

Gestützt wurde der Dollar unterdessen durch Aussagen des US-Notenbankers John Williams. Er könne sich für dieses Jahr drei oder sogar mehr Zinsanhebungen vorstellen, zitierte das „Wall Street Journal“ den Chef der regionalen Notenbank von San Francisco in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview. Zudem solle die Verringerung der billionenschweren Notenbankbilanz - eine Folge der jahrelangen Geldschwemme - ab Jahresende angegangen werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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